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Eckernförde "Geschwindigkeit schützt"
Lokales Eckernförde "Geschwindigkeit schützt"
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16:16 11.11.2017
Von Tilmann Post
Anlanden und augenblicklich einen Brückenkopf sichern: Die Soldaten der Eckernförder Küsteneinsatzkompanie gehören zur Marineinfanterie. Sie verfügen über spezialisierte Fähigkeiten, etwa zur Evakuierung. In solchen Fällen muss es immer schnell gehen. Quelle: Bundeswehr/Björn Wilke
Eckernförde

Die 800 Soldaten sind hochspezialisiert. Sie tauchen nach Minen, durchsuchen Handelsschiffe in Embargogebieten oder sind als Scharfschützen tätig. Zum viergliedrigen Aufbau des Bataillons gehört auch die Küsteneinsatzkompanie. Wo immer sich deutsche Marineschiffe oder Einheiten von Bündnispartnern aufhalten, sorgen Eckernförder Soldaten für Sicherheit im Hafen. Etwa in Limassol auf Zypern, wo ein ein ständiges Kontingent von 17 Soldaten im Nato-Stützpunkt stationiert ist.

Wer schnell ist, gibt ein schlechtes Ziel ab

So stetig sind aber längst nicht alle Einsätze dieser Truppe. Schnell muss sie sein, wenn es etwa um die Evakuierung von Soldaten oder Zivilisten aus Krisengebieten geht. Um von See aus anzurücken, verfügen die Spezialisten über Speedboote, die mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde übers Wasser jagen können. „Geschwindigkeit schützt“, sagt Fregattenkapitän Axel Meißel, Kommandeur des Seebataillons. Das heißt: Wer schnell ist, gibt ein schlechtes Ziel ab. Das wird ständig geübt, auch in der Bucht von Eckernförde. Die Ausbildung der Soldaten ist anspruchsvoll. „Wer zu uns kommt, braucht den Willen, Härten zu erfahren. Durchhaltevermögen und körperliche Fitness sind wichtig. Unser Dienst spielt sich sehr viel draußen ab – zu jeder Jahreszeit“, so Meyer. „Biss ist nötig“, fasst Kommandeur Meißel zusammen.

Soldaten sind weltweit im Einsatz

Die Kompanie ist so schlagkräftig, weil sie schnell alle Teile der Welt erreichen kann. „Wir sind innerhalb von 72 Stunden verlegbar“, sagt Meyer. Drei Tage – das sei nur auf den ersten Blick eine lange Zeit. Je nach Ziel und Einsatz nehmen die Soldaten Fahrzeuge und Boote mit. Dazu nehmen sie die Hilfe aller Truppenteile in Anspruch, ob Schiffe, Hubschrauber oder Flugzeuge. „72 Stunden sind ein Augenzwinkern“, erklärt der Offizier.

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