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Eckernförde Seglersanitär wird kräftig aufgehübscht
Lokales Eckernförde Seglersanitär wird kräftig aufgehübscht
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19:00 26.03.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Hafenmeister Tobias Klüter zeigt den Bereich mit den Gemeinschaftsduschen: Dass sie nicht mehr zeitgemäß sind, zeigt auch der Rückgang der Einnahmen im Automaten. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Strande

Eigentlich sollte die in die Jahre gekommene Anlage mit Gemeinschaftsduschen und manch anderer Schwachstelle für maximal 50.000 Euro saniert werden. Der Sanitärbereich bietet je einen kleinen Bereich für Männer und für Frauen, dazu Waschmaschine, Trockner und ein Geschirrspülbecken.

Jetzt nur frische Farbe

Man habe bei der Bestandsaufnahme allerdings immer mehr Mängel gefunden, erklärte Roland Rademacher (CDU), der Vorsitzende des Hafenausschusses. Als klar war, dass die Arbeiten nicht mehr bis zum Saisonstart umzusetzen sind, wurde deshalb die Notbremse gezogen. Einzige Maßnahme für die Saison ist jetzt ein frischer Anstrich innen. Allerdings wurden im Hafen auch drei Schwimmstege ausgetauscht.

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Standard in den Häfen steigt

„Es geht um die Frage, ob wir eine Flickschusterei wollen – oder ob wir das Gebäude auf einen zeitgemäßen Stand bringen“, erklärte Bürgermeister Holger Klink (CDU) im Hafenausschuss. Ulrich Kauffmann (FDP) wies darauf hin, dass es in vielen neuen Häfen in Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern Sanitäranlagen gebe, „die sind wie Vier-Sterne-Hotels“. Wenn man weiter auf Gastlieger in Strande setzt, „müssen wir mitziehen“.

Nicht mehr zeitgemäß

„Wir haben hier viele Stammkunden, die oft wochenlang bleiben. Die haben sich damit arrangiert“, erklärt Hafenmeister Tobias Klüter. Doch mittlerweile wird diese Kundschaft älter, bleibt deshalb zunehmend weg. Und für junge Leute und Familien ist das Strander Seglersanitär nicht mehr zeitgemäß, erklärt er – die kämen oft nicht wieder. Als Ansprechpartner bekomme er die Kritik der Nutzer ja auch direkt mit. „Das wurde im Laufe der Jahre immer mehr“, sagt der Hafenmeister.

Mitbewerber im Umfeld

Tobias Klüter verweist zum Beispiel auf den Kieler Hafen Stickenhörn in Pries-Friedrichsort, der vor ein paar Jahren saniert wurde: „Die haben das total schick gemacht.“ Auch die Marina Baltic Bay sei ein Wettbewerber auf dem Markt für Segler. 348 Liegeplätze gibt es im Hafen des Ostseebades. Alle Boxen sind grundsätzlich dauerhaft vergeben, Gastsegler dürfen die gerade nicht belegten Plätze ansteuern.

Start möglichst im Herbst

Es sei klar, dass es bei der Neugestaltung des Seglersanitärs dann um ein umfangreiches Projekt geht, erklärte Bürgermeister Holger Klink. Ersten Kalkulationen zufolge würden die Kosten bei etwa 165000 Euro liegen. Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, in Strande ein zeitgemäßes Seglersanitär zu schaffen, mit dem man sich auch gegen die Konkurrenz behaupten kann. Man hofft, dass die Arbeiten nach der Saison im Herbst können.

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Tilmann Post 26.03.2019
Christoph Rohde 26.03.2019
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