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Eckernförde Totaler Triumph der Rumtreiber-Kiste
Lokales Eckernförde Totaler Triumph der Rumtreiber-Kiste
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12:23 22.09.2019
Von Rainer Krüger
Mit ihrem grünen Tüttendorfer Torpedo gewannen Pilot Hinrich Grotkopp und Anschieber Thomas Grothopp den Pokal für die schönste Seifenkiste. Quelle: Rainer Krüger
Tüttendorf

Für die neunte Auflage des Seifenkistenrennens der Feuerwehr Tüttendorf hatten die Teilnehmer die Spannung durch eine besondere Ankündigung hochgetrieben. „Bisher haben zwei Seifenkisten Rennen dominiert. Sie treten in einem eigenen Lauf gegeneinander an, um den ewigen Champion zu ermitteln. Weil der Verlierer seine Kiste dem Sieger überlassen muss, geht es um den vollen Einsatz“, hatte Wehrführer Kai Schürholz im Vorfeld verkündet.

Folglich waren die Teams der Kisten „Rumtreiber“ und „Jetzt geht’s um die Wurst“ besonders motiviert. Denn jedes von ihnen hatte drei Siege auf dem Konto. Und weder die „Rumtreiber“ mit Anschieber Patrick Hansen und den Piloten Kai Schürholz und Dirk Weßel noch das Wurst-Team aus Schieber Florian Heinrich, Konstrukteur Malte Lau und Pilotin Marie Lau hatten Lust den eigenen Spaßboliden abzugeben.

Spannendes Finale

Tatsächlich wurden die Favoriten ihren Stellungen im Wettbewerb von insgesamt acht Seifenkisten gerecht. Beide Teams gewannen ihre drei Vorläufe in den zwei Vierergruppen und dann auch ihr jeweiliges Rennen um den Finaleinzug. Da der Wettbewerb wie nach Drehbuch lief, war das Finale des Wettbewerbs zugleich die Entscheidung über den ewigen Champion. Da konnte auch Schürholz nicht mehr als Moderator kommentieren. Für die Fahrt der Fahrten löste er den bisher erfolgreichen Piloten Dirk Weßel am Steuer ab.

Schließlich war auch das Wurst-Team „heiß“ gelaufen. Das 300-Meter-Rennen die Alte Dorfstraße hinab war allerdings schon schnell entschieden. Beim Start schob Patrick Hansen eine Kisten-Länge Vorsprung heraus. So kamen die Rumtreiber als Sieger ins Ziel. „Patrick Hansen ist eine Anschieber-Maschine“, lobte Florian Heinrich anerkennend.

1000 Liter Wasser abgekippt

Zum totalen Triumph der Sieger gehörte es auch, die Seifenkiste der Verlierer fahrunfähig zu machen. Das wurde eine Gaudi fürs Publikum. Denn zunächst wurde die Fahr-Wurst mit 1000 Litern Wasser sauber gemacht. Dazu war Nils Kruse mit seinem Radlader gekommen. Mit einen großen Schwapp kippte er das Wasser aus der Schaufel auf die Kiste ab.

Seifenkiste mit Rettungsschere zerlegt

Anschließend rückte die Feuerwehr Gettorf an. Im Rahmen einer Übung mit der Rettungsschere machte sie die Kiste fahrunfähig. Dazu setzte sich Schürholz als Pilot hinein. Fynn-Julius Hohnholz schnitt die Hinterräder ab. Aufs weitere Zerlegen wurden wegen der Splittergefahr beim Holz verzichtet. Als finalen Akt hob Gettorfs Wehrführer Frank-Andreas Greggersen dann Schürholz aus der zerlegten Seifenkiste.

2020 kein Seifenlistenrennen

Von den Szenario werden Tüttendorfs Seifenkistenfans wohl noch lange zehren müssen. „2020 wird es kein Seifenkistenrennen geben. Zum Lagerfeuer und Laternelaufen lassen wir uns dann etwas anderes Spaßiges einfallen“, kündigte Schürholz an. Was 2021 passiert, ließ er offen. Hinrich (11) und Thomas Grotkopp (47) hofften, dass es nicht das endgültige Aus fürs Rennen ist. Sohn und Vater hatten mit ihrem „Tüttendorfer Torpedo“ den Pokal für die schönste Seifenkiste gewonnen. „Für 2020 ist es schade. Wir haben auf jeden Fall Lust, Rennen zu fahren“, so die beiden.

Was passiert, wenn die Schießbude der Liga auf die Torfabrik der Staffel trifft? Der Eckernförder SV hat in achten Spielen in der Fußball-Oberliga bis dato 28 Gegentreffer kassiert. Der Gegner im kommenden Heimspiel (So., 15 Uhr), TSB Flensburg, hat dagegen ganze 35-Mal getroffen.

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