Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Ein Dorf wird zur Baustelle
Lokales Eckernförde Ein Dorf wird zur Baustelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:17 08.10.2019
Von Rainer Krüger
Durch das Verlegen von Geotextilien konnte Niels Böge bei den Vorarbeiten zur Kanalverbreiterung in Großkönigsförde am Bodenaustausch und damit an den Kosten sparen. Quelle: Rainer Krüger
Großkönigsförde

Niels Böge ist Baustellenbevollmächtigter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA), das für den NOK-Ausbau zuständig ist. Dazu gehört auch der Bereich zwischen Großkönigsförde und Schinkel.

Im April begannen die Arbeiten in Großkönigsförde, mit denen der Ortsteil auf die bevorstehende Kanalvrbreiterung um 60 Meter Richtung Norden vorbereitet wird. Damit rückt die Wasserstraße dann unmittelbar an die Gaststätte Lindenkrug heran.

Dorfstraße wird Ende Oktober asphaltiert

Deshalb musste für den bisherigen Parkplatz des Gasthauses Ersatz geschaffen werden. Statt im Süden liegt er jetzt im Osten des Gebäudes – und bietet mit 72 Stellflächen mehr Platz als bisher. Während die auch für Reisebusse ausgelegte Fläche bereits gepflastert ist, ist die Zufahrt – ein Wendehammer am Ende Dorfstraße – noch nicht fertig.

„Dorfstraße, Bökenrott und Eiderredder werden nach dem Ausbau Sackgassen mit Wendehämmern am jeweiligen Ende sein. Im Eiderredder wird er schon genutzt. Dorfstraße und Bökenrott werden Ende Oktober asphaltiert. Ende November wollen wir mit den Vorarbeiten durch sein“, fasst Böge den Sachstand zusammen.

Vorarbeiten bleiben im Kostenrahmen

Er freut sich, dass die Kosten im veranschlagten Rahmen von rund 3,3 Millionen Euro bleiben. Dabei half auch moderne Technik. „Durch den Einsatz von Geotextilien konnten wir den Bodenaustausch für den Bau des Parkplatzes und des nach Norden verlegten Ziegeleiwegs erheblich reduzieren“, berichtet er zufrieden.

Unter der Straßendecke und dem Parkplatz wurden Kunststoffmattten verlegt, die eine solidere Basis zum Bauen geben – der Boden am Kanal hat nur begrenzte Tragfähigkeit. Durch den Einsatz der Matten wurde laut Böge der Transport von Baumaterial von geschätzt 40000 auf 10000 Tonnen verringert.

Im Winter werden die Bäume gefällt

Wie geht es in Großkönigsförde weiter? „Zunächst wird es darum gehen, die Bäume am Ufer zu beseitigen“, kündigt Böge an. Das große Sägen dürfte im Winter beginnen. Denn auch auf der Großbaustelle, auf der im Sommer bis zu 40 Arbeiter gleichzeitig tätig waren, gelten die Vorgaben für das Fällen von Bäumen – nach Ende März ist es nicht mehr gestattet.

Im Anschluss soll der Großkönigsförder Anleger für die Transportschiffe gebaut werden, die den ausgebaggerten Boden wegfahren. Mit dem Start des NOK-Ausbaus rechnet Böge erst 2021.

120-Tonnen-Kran soll Scholer-Stein versetzen

Eine Herausforderung steht allerdings noch im November an: Dann soll der Scholer-Stein versetzt werden, ein zwölf Tonnen schwerer Findling in der Böschung. Seine Inschrift erinnert an den Kanalbaumeister Scholer, der von 1886 bis 1908 am Bau der Wasserstraße beteiligt war. „Um den Scholer-Stein zu bewegen, müssen wir einen 120-Tonnen-Kran bestellen“, kündigt Böge an.

Lesen Sie mehr aus der Region Eckernförde

Hier sehen Sie weitere Bilder zu den Vorarbeiten zum NOK-Ausbau in Großkönigsförde.

Wenn’s draußen eher dunkel und ungemütlich ist, bietet das A-cappella-Konzert des Rotary-Clubs Dänischer Wohld alljährlich im Herbst Wärmendes fürs Herz. Am Freitag, 8. November, startet um 19.30 Uhr die 13. Auflage der Veranstaltung – natürlich wieder für einen guten Zweck.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 08.10.2019

Konzerte, Lesungen auf Platt und ein Jahreskalende: Zugunsten des Hospizvereins Dänischer Wohld ist im Herbst und Winter eine Reihe kultureller Veranstaltungen geplant. Zum Auftakt erklingt am Sonnabend, 2. November, der Liederzyklus „Winterreise“ des österreichischen Komponisten Franz Schubert.

Jan Torben Budde 07.10.2019

Ein etwa 3,5 Meter langer Tyrannosaurus Rex marschiert durch die Eckernförder Stadthalle. Die mobile Dinosaurierausstellung am Sonntag machte diese Szene möglich. 30 zum Teil bewegliche Nachbildungen verwandelten die Halle in einen Jurassic Park.

Rainer Krüger 07.10.2019