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Eckernförde Seltenes Segler-Treffen in Eckernförde
Lokales Eckernförde Seltenes Segler-Treffen in Eckernförde
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13:07 27.09.2019
Von Tilmann Post
Auch der Traditionssegler "Amphitrite" ist am Sonnabend im Eckernförder Hafen zu sehen. Quelle: Clipper DJS
Eckernförde

Der Traditionssegler „Seute Deern“ feiert in Eckernförde seinen 80. Geburtstag. Der historische Zweimaster ist seit 1973 als Jugendschiff für „Clipper“ im Einsatz. Mit 30 Personen befährt sie die Ostsee und ist überwiegend mit Jugendgruppen und Klassenfahrten unterwegs.

Die ehrenamtliche Stammbesatzung vermittelt dabei die traditionelle Seemannschaft. Am Sonnabend, 28. September, werden an Bord Fotos und Filme aus der Geschichte des Schiffes gezeigt.

Neben der „Seute Deern“ (1939) sind auch die anderen Schiffe des Vereins dabei. Die Dreimaster „Albatros“ (1942) und „Amphitrite“ (1887) sowie der Zweimaster „Johann Smidt“ (1974) machen an der Schiffbrücke fest und und können von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.

"Wir haben gute Drähte nach Eckernförde"

„Alle vier Schiffe an einem Ort, das ist sehr ungewöhnlich und kommt nur zu besonderen Anlässen vor“, sagt Vereinsvorsitzender Nikolaus Kern. „Wir haben gute Drähte nach Eckernförde. Die Zusammenarbeit war immer gut und wir wissen, dass wir willkommen sind.“

Die „Seute Deern“ lief 1939 als „Havet“ in Svendborg auf der Holzschiffwerft Ring-Andersen vom Stapel. Nach 16 Jahren in der Frachtfahrt auf der Ostsee diente sie unter dem Namen „Noona Dan“ als Ausbildungsschiff für dänische Seeleute, bevor sie von 1961 bis 1963 eine staatliche dänische Expedition in den südlichen Pazifik unternahm.

"Seute Deern" mit bewegter Geschichte

1963 übernahmen der Deutsche Schulschiff-Verein und die Stiftung für Ausbildungsschiffe das Schiff für die Ausbildung deutscher Seeleute. Nach dem Untergang der „Pamir und dem Verkauf der „Passat“ fehlten der deutschen Handelsmarine Segelschiffe für die seemännische Ausbildung.

Seit 1964 ist sie als „Seute Deern“ in Fahrt. Auf etwa 100 Fahrten wurden rund 2000 Seeleute ausgebildet, zuletzt vom Norddeutschen Lloyd. 1970 wurde das Schiff aufgelegt, nachdem eine Reform der Seemannsausbildung die Fahrenszeiten auf Segelschiffen abgeschafft hatte.

Flaggschiff der Segelolympiade in Kiel 1972

Für die Segelolympiade 1972 in Kiel wurde dem Zweimaster wieder neues Leben eingehaucht: Es fuhr als Flaggschiff bei der Eröffnungsparade. Das war die Initialzündung zur Gründung des Clipper-Vereins im Jahr 1973, der seitdem Traditionsschiffe ehrenamtlich betreibt, um die traditionellen Seemannschaft zu vermitteln und die Traditionsschiffe in Fahrt zu halten.

Der Verein betreibt vier Traditionsschiffe auf der Ostsee und bietet Segelreisen für Gruppen, Klassenfahrten oder Einzelpersonen. Segelerfahrung ist dabei nicht erforderlich. Jeder Mitsegler wird an die Tätigkeiten als Teil der Besatzung herangeführt. Alle Schiffe erfüllen alle Sicherheitsvorschriften und sind mit Navigationsgeräten ausgerüstet.

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