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Eckernförde Anlage bekommt kommunikativen Innenhof
Lokales Eckernförde Anlage bekommt kommunikativen Innenhof
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19:57 07.01.2020
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Der Siegerentwurf für das Seniorenwohnen in Strande sieht einstöckige Gebäude vor. Zudem soll die Freidorfer Au augeweitet und über Terrassen an die Wohnanlage angebunden werden. Quelle: Visualisierung: BSP Architekten BDA
Strande

Die Grundidee: 16 eingeschossige, lichtdurchflutete Wohneinheiten mit zum Teil asymmetrischen Satteldächern gruppieren sich um einen kommunikativen Innenhof mit einigen Bäumen. Dieser verbindende Stil erinnert ein bisschen an „das Lübecker Gängeviertel“, erklärt Jan O. Schulz von BSP Architekten BDA aus Kiel.

Siegerentwurf ist Teamarbeit

Er entwickelte den sozial verbindenden Wettbewerbsentwurf gemeinsam mit seinen Kollegen Roland Burwitz, Dieter Hellwig, André Sternitzke und Alexander Schmidt. Wie alle sechs Wettbewerbsbeiträge liegt auch dieser mit seinen Kosten unter drei Millionen Euro. Es sollen ausschließlich Mietwohnungen entstehen.

Hans Eggert Bock lobte als Sprecher des Preisgerichtes die „charmanten, intelligenten Grundrisse“. So hat jede Wohnung im Innenhof auch noch einen durch eine niedrige Gartenmauer abgesetzten eigenen Bereich, zum Beispiel für eine Bank oder den Küchengarten.

Während die Wohnküche vom Esstisch aus ebenfalls Blickkontakt zum Zentrum erlaubt, folgen nach hinten die geschützteren Wohn- und Schlafbereiche. Jede Wohnung soll zur Gartenseite eine Terrasse erhalten. Entsprechend den Vorgaben der Gemeinde sind die einzelnen Einheiten 60 bis 95 Quadratmeter groß. Die Gebäude sollen in Holzständer-Bauweise entstehen, mit viel Glas und Holz. 

Alt und Jung begegnen sich im Innenhof

Zudem wird auf dem Grundstück der bisherige Trampelpfad der Schulkinder entlang der Dänischenhagener Straße „klug umgelenkt“, lobt Hans Eggert Bock: Dieser Schulweg soll künftig durch den Innenhof der Wohnanlage führen, „damit sich Jung und Alt begegnen“.

Zur Wohnanlage gehören 16 Bewohner- und sechs Besucherparkplätze an der Straße Zum Mühlenteich. Der bisherige Behelfsparkplatz der Schule wird dort etwas nach hinten verlegt, etwa in den Bereich der Sporthalle. 

Freidorfer Au als Wasser-Element

Jan O. Schulz hofft, dass auch die Idee der Sieger aufgegriffen wird, die Freidorfer Au aufzuweiten und über Terrassen an die Wohnanlage anzubinden: „Wasser ist ein tolles Element, das lieben alle.“ Wer die Wohnanlage betritt, hätte dann sofort Blick auf das nasse Element.

Direkt am Wasser haben die Planer auch den zentralen Gemeinschaftsraum für die Wohnanlage vorgesehen. Der Entwurf muss nun allerdings erst im Bebauungsplan-Verfahren auf seine Machbarkeit geprüft werden. 

Anlage soll einstöckig bleiben

Bürgermeister Holger Klink erklärte zudem, dass es auch einige Änderungswünsche gibt: So will Strande auf die vorgesehene Gästewohnung verzichten – auch, weil deren Kosten auf die Gemeinschaft umgelegt werden müssten. Zudem hätte die Wohnung als einzige in einem Obergeschoss gelegen. Auf das möchte man, auch mit Rücksicht auf die Nachbarschaft, verzichten.

Der Bürgermeister freute sich über das große Interesse am Projekt der Gemeinde. Der Kommunalpolitik sei wichtig, dass das Vorhaben zu Strande passt, dass es „maßstäblich und individuell“ sei. Er habe schon viele schriftliche „Reservierungen“ für die Wohnungen bekommen. 

Investor soll in Abstimmung mit Gemeinde bauen

Hans Eggert Bock sprach allerdings auch von einem „Wermutstropfen“: Nicht die Gemeinde wird Bauherr. Strande wird sein Gelände an einen Investor verkaufen , der es in Abstimmung mit der Gemeinde bebaut. Dabei soll zum Beispiel klar geregelt werden, dass die Wohnungen vorrangig an Strander vermietet werden – und nur bei fehlendem Bedarf an Auswärtige.

Weil das Interesse an der Vorstellung so groß und der Raum beschränkt war, konnten allerdings nicht alle Besucher an diesem Abend alle Erläuterungen gut verstehen. Mancher ging angesichts der Raumnot auch frühzeitig. Bürgermeister Holger Klink wies darauf hin, dass Informationen zum Seniorenwohn-Projekt auch noch auf die Homepage der Gemeinde eingepflegt werden sollen.

Zudem könne jeder auch die regelmäßige Bürgermeister-Sprechstunde zur Information nutzen: Diese findet immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr in der Dänischenhagener Straße 1 statt.

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