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Eckernförde Serpil Midyatli bei Römer & Wein in Eckernförde
Lokales Eckernförde Serpil Midyatli bei Römer & Wein in Eckernförde
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12:48 12.06.2019
Von Rainer Krüger
Schmeckt! Als Praktikantin in der Weinstube von Uwe Römer bereitete SPD-Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli Börek zu. Quelle: Rainer Krüger
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Eckernförde.

Anlass fürs Mitarbeiten in der Abendschicht von Römer & Wein Eckernförde war die Aktionswoche Gastronomie- und Gaststättengewerbe der SPD-Landtagsfraktion. Durch Praktika wollen Abgeordnete auf die vielfältigen Jobangebote in dem Bereich hinweisen und zugleich ein Zeichen gegen den Fachkräftemangel setzen.

Serpil Midyatli bereitete zwei Vorspeisen zu

„Ich habe mir eine Aufgabe überlegt, die in der Zeit zu schaffen ist“, sagte Uwe Römer. Serpil Midyatli sollte zwei Vorspeisen zubereiten und servieren: Börek und Humus waren angesagt. „Würz mal so, wie Du meinst, dass es richtig ist“, gab Römer seiner Praktikantin Serpil Midyatli relativ freie Hand. Allerdings nicht ganz. Denn Midyatli wollte die Füllung hauptsächlich auf geriebenen Fetakäse und Petersilie beschränken.

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„Da kommt noch Tomate rein“, sagte Chef Römer. Denn er setzt generell für Abwechslung in der Küche. „Die Frau kann was“, lobte er Midyatli nach Schnippeln und Teigrollen. So durfte Midyatli auch gleich kellnern. Mit Römer brachte sie eine Geschmacksprobe an den Tisch der Freundinnen Sabine Kix und Annchen Stolte. „Das hat sie gut gemacht“, sagten sie nach dem würzigen Snack.

Zu wenig Aushilfen in Eckernförde

Bei einer anderen Sache konnte Serpil Midyatli nicht helfen. „Es ist schwer Aushilfen zu finden“, sagte Römer, „denn in Eckernförde gibt es zu wenig junge Leute.“ Das Weinstuben-Team besteht aus drei Festangestellten und 13 Aushilfen.

Serpil Midyatli war auf einem Landesparteitag der SPD in Norderstedt mit 90 Prozent zur neuen Chefin der SPD Schleswig-Holstein gewählt worden. Sie folgt damit Ralf Stegner, der nach zwölf Jahren nicht wieder antrat. „Ich bitte euch um eure Herzen, eure Köpfe, eure Kraft und euer Vertrauen“, sagte sie und schloss mit einem Luther-Wort: „Ich stehe hier, ich kann nicht anders.“ Der Applaus war fast ohrenbetäubend. Knapp zehn Minuten später hatte der Landesparteitag in der Tribühne Norderstedt die Gettorfer Landtagsabgeordnete mit 191 Stimmen zur ersten Parteichefin in der Geschichte der Nord-SPD gewählt. Nur zwölf Delegierte stimmen mit Nein, neun enthalten sich. Unter den traditionell kritischen Genossen gilt das als super Ergebnis.

Nach einer Serie von Wahlniederlagen in den letzten Jahren wird in der schleswig-holsteinischen SPD Unmut über den Landesvorsitzenden Ralf Stegner lauter. Er sah sich auf einem Parteitag in Neumünster am Sonnabend offenen Rückzugsforderungen ausgesetzt.

Seine Nachfolgerin bezeichnete Stegner als „eine, die sehr viel kann“ und die es verstehe, wie eine Löwin zu kämpfen. „Sie hat eure Unterstützung verdient.“ Er selbst habe die Solidarität aus der Partei in seinem Leben höchst unterschiedlich erfahren. In guten Zeiten habe man sehr viele Freunde. Er habe für manche Niederlage auch persönlich seinen Preis bezahlen müssen. Stegner sprach unter anderem das Debakel um die ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis an, aber auch das Hickhack in der großen Koalition im Kabinett des CDU-Regierungschefs Peter Harry Carstensen.

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