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Eckernförde Investoren stehen Schlange
Lokales Eckernförde Investoren stehen Schlange
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18:36 22.05.2019
Von Tilmann Post
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Eckernförde

Der Kieler Handelsriese Bartels-Langness hat Interesse bekundet. Das Unternehmen stand bereits in den Jahren 2015 und 2016 wegen einer Investition an gleicher Stelle in Verhandlung mit der Stadt.

Bereits 2015 war das Interesse groß

Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU) bestätigte auf KN-Nachfrage: „Stimmt, es haben sich schon mehrere Einzelhandelsketten bei uns gemeldet.“ Wie viele und wer genau, wollte er nicht sagen. Das war zu erwarten, denn das Interesse war bereits 2015 groß. Damals war der Skaterpark schon einmal als Standort im Gespräch. Ein Bau scheiterte aber an der Ratsmehrheit unter anderem von SPD und Grünen.

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Ratsversammlung muss endgültig beschließen

Inzwischen hat sich die Zusammensetzung in der Ratsversammlung geändert und wie damals treiben CDU, SSW und FDP die Pläne für ein Kino im Skaterpark voran. Hintergrund ist, dass es im Stadtentwicklungsprojekt Bahnhofsareal mit dem bisherigen Investor nicht realisierbar ist. Nach einer zweieinhalbjährigen Planungsphase haperte es am Kauf eines privaten Grundstücks. Deshalb setzten die drei Parteien mit ihrer knappen Mehrheit auf Initiative der FDP die Alternative Skaterpark durch. Zum endgültigen Beschluss kommt es am Donnerstag in der Ratsversammlung.

Firmensprecherin bestätigt Interesse

Als die Pläne für ein Kino am Bahnhof Ende April platzten, wurde auch die Handelsgesellschaft Bartels-Langness (Bela), zu der die Warenhauskette Famila gehört, wieder aufmerksam. „Sobald sich etwas in unserem Einzugsgebiet rührt, schauen wir darauf“, so Firmensprecherin Bärbel Hammer. „Wir beschäftigen uns mit dem Standort wie mit allen anderen auch“, sagte sie zurückhaltend. Aber: „Das ist kein neues Objekt für uns. Wir befinden uns in einer sehr frühen Phase“, so Hammer. Nun werde neu geprüft.

Wann auf dem Skater-Gelände gebaut werden kann, ist noch nicht genau abzusehen. Laut Sibbel dauert ein klassisches Bebauungsplanverfahren – zu dem heute der Aufstellungsbeschluss fallen soll – ein Jahr. „Das Interessenbekundungsverfahren kann möglicherweise ein Stück weit parallel laufen“, so der Bürgermeister. Aber es müsse auch der Planungs- und Gestaltungsbeirat eingebunden werden. „Das wird auch seine Zeit in Anspruch nehmen.“

Rainer Krüger 22.05.2019
Jan-Claas Harder 22.05.2019
Tilmann Post 22.05.2019