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Eckernförde Klettern wie Profis und Boule mit Stil
Lokales Eckernförde Klettern wie Profis und Boule mit Stil
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10:50 31.07.2019
Von Cornelia Müller
Herausforderungen für große Kids und Jugendliche: Der Spielplatz Dreeangel hat einen Kletterturm bekommen. Mirja, Mats und Lasse (von links) testen das Gerät. Bürgermeister Helge Kohrt klettert eine Runde mit. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Osdorf

"Echt anstrengend!", keucht Mirja. ""Sag ich doch", entgegnet Lasse. Auch Mats hängt buchstäblich in den Seilen. Grinsend. Der brandneue Kletterturm auf dem Spielplatz Dreeangel macht seinem Namen alle Ehre.

Die drei Elfjährigen mischen mit im Jugendbeirat der Gemeinde Osdorf. Und sie haben im Spielplatz-Workshop mit entschieden, wie der in die Jahre gekommene Platz zwischen den Wohnstraßen Gildeweg und der Dreeangel neu "möbliert" werden soll.

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25000 Euro hatte Osdorf zunächst vorgesehen, um die fünf Spielplätze auf Vordermann zu bringen. Dabei durften Bürger klein und groß kräftig mitreden, damit später alle Nutzer auch wirklich Spaß haben beim Toben unter freiem Himmel.

Den neuen Kletterturm lässt sich die Gemeinde Osdorf was kosten

Dass schon der Turm mit breiter Rutsche, Hangelstrecke, schiefen Ebenen an ebenso schiefen Stangen und Kletternetz inklusive Aufbau 19000 Euro kosten würden, war so zwar nicht geplant. "Aber wir kriegen das schon hin, dass für die anderen Plätze auch noch genügend Geld da ist", sagt Bürgermeister Helge Kohrt (SPD).

Und er kann lächeln trotz der hohen Ausgabe. Als Mirja Möller, Lasse Barske und Mats Winkel beim "Testklettern" schön ins Schwitzen kommen, ist ihm klar: "Alles richtig gemacht!" Nur auf den ersten Blick wirkt das Ensemble simpel. Die Herausforderung steckt im Detail.

Unterschiedlich große Abstände des sich hin und her wiegenden Netzes, die Hangelstangen dick und in großer Höhe - das verlangt Kraft und Geschicklichkeit von allen, die sich erproben und auch ihre Technik trainieren wollen.

Osdorfs Spielplätze sind auf verschiedenen Altersgruppen zugeschnitten

"Für Kleinkinder ist dieses Gerät nicht unbedingt das Richtige. Der Turm gefällt auch noch 16-Jährigen", erläutert Kohrt. "Wir richten die fünf Plätze unterschiedlich aus, damit alle zu ihren Recht kommen." Am Pappelweg etwa wird der Spielplatz auf jüngere Kinder zugeschnitten.

Dass aber auch sie am Dreeangel weiterhin buddeln oder wippen können, dafür ist gesorgt. Die Sandkiste, die Balancierstrecke und unter dem Turm wurde mit Fallschutzsand aufgeschüttet - steinfrei und körnig genug, um nachzugeben.

Nicht in den Spielplatz-Etat eingeschlossen ist übrigens der Bürgerpark, der für insgesamt 110000 Euro zum Erholungs- und Freizeitgelände für alle Generationen umgestaltet wird. Hier gibt die Aktiv-Region 45000 Euro dazu.

Das Freizeitgelände im Bürgerpark Osdorf ist auch bald fertig

Bis zum ersten großen Dorffest am 17./18. August wird zwar - anders als geplant - noch nicht alles fertig sein. Aber man sieht schon gut, was sich hier bald alles abspielt: Der neue Barfußpfad mit Rasengittersteinen ist von Buchten für Holzstückchen, Kies, grobes Pflaster und mehr gesäumt.

Zur Au sichert ein unauffälliger Zaun das Gelände mit großer Spielwiese, die möglicherweise auch noch kleine Fußballtore bekommt. Der Platz für die Seilbahn, den sich nicht nur der Jugendbeirat sehnlich gewünscht hat, ist vorbereitet. Neuer Spielturm, Niedrigseilgarten, Tischtennisplatte werden auch demnächst aufgestellt. Der Boule-Platz für ältere Spieler vor den Sitzbänken ist komplett.

Der Bürgermeister war vor 16 Jahren im ersten Jugendbeirat Osdorf

Die bequemen Wellenbänke mit Blick auf die prachtvolle Blühwiese sind geliefert. "Fehlt nur noch das Hünengrab und die neue Holzbrücke über die Au", sagt der Bürgermeister. "Auch das kommt zügig."

Dass Kohrt selbst so viel Begeisterung in diese Projekte steckt, hat seinen Grund: Als er 15 Jahre war, hat er mit Timo Wölki den ersten Osdorfer Jugendbeirat gegründet. Die beiden haben sich für genau solchen Spielmöglichkeiten eingesetzt. Das ist heute 16 Jahre her.

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Hier sehen Sie mehr Bilder zu den Spielmöglichkeiten in Osdorf.
Tilmann Post 31.07.2019
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Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 30.07.2019