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Eckernförde Sprengversuche verzögern sich
Lokales Eckernförde Sprengversuche verzögern sich
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14:18 28.02.2019
Von Tilmann Post
Die ausgemusterte Fregatte "Karlsruhe" soll im Sperrgebiet Schönhagen in der Ostsee Amsprengversuchen unterzogen werden. Wann es soweit kommt, ist jedoch noch völlig offen.
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Schönhagen

Das bestätigte das zuständige Bundesamt auf Nachfrage von KN-Online. Damit ist völlig offen, wann die Ex-Fregatte "Karlsruhe" den Sprengstoff-Tests durch die Wehrtechnische Dienststelle 71 in Eckernförde unterzogen wird. Ursprünglich waren sie für Mai 2018 vorgesehen, wurden aber auf Oktober verschoben. Kurz vorher ließ die Bundeswehr auch diesen Termin platzen, obwohl die Fregatte fertig ausgerüstet bereit lag.

Nach massiven Protesten wolle die Bundeswehr zunächst Einvernehmen mit dem Umweltministerium herstellen, hieß es damals. Angekündigt wurde ein externes Gutachten, das bis zum Frühjahr 2019 für Klarheit über Auswirkungen der Ansprengungen etwa auf Schweinswale sorgen sollte. Das verzögert sich nun jedoch erheblich. "Das Vergabeverfahren ist noch nicht abgeschlossen", sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn.

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Umweltministerium muss Stellung nehmen

Der Abstimmungsprozess mit dem Umweltministerium nehme noch Zeit in Anspruch, hieß es weiter. "Das Erprobungsvorhaben kann erst durchgeführt werden, wenn das Gutachten vorliegt und geprüft ist und die Naturschutzbehörden des Landes Schleswig-Holstein eine Stellungnahme abgegeben haben", so die Sprecherin.

Wann überhaupt mit Ergebnissen und in der Folge mit den Ansprengversuchen an der Ex-Fregatte "Karlsruhe" im militärischen Sperrgebiet Schönhagen in der Ostsee vor Schwansen zu rechnen ist, lässt damit nicht abschätzen. "Aufgrund der notwendigen umfangreichen Recherche, Analyse und Auswertung kann derzeit dazu keine Aussage getroffen werden", teilte das Bonner Bundesamt mit.

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Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 28.02.2019
Tilmann Post 28.02.2019
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