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Eckernförde Königin der Instrumente klingt wieder
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18:03 26.11.2019
Von Christoph Rohde
2500 Pfeifen ermöglichen der barocken Heßler-Orgel eine enorme Klangfülle. Nach umfangreicher Sanierung und Modernisierung erklingt sie am 1. Advent wieder, begleitet von einer Lichtinstallation: (v.l.) Maj-Lene Tylkowski und Katrin Bethge (Lichtkunst), Pastor Dirk Homrighausen, Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski, Pastor Michael Jordan und Dagmar Wagner (Kirchenhüter). Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski ist das Lächeln ins Gesicht geschrieben. „Ich bin sehr froh“, sagt sie. Nicht nur, dass sie ihre Orgel wieder spielen kann. Das Kircheninstrument, das in seinem Kern aus dem Jahr 1762 stammt, reicht in seiner Spielfähigkeit jetzt fast an eine moderne Orgel heran. Zuletzt war sie schwergängig geworden, ließen sich die Tasten nur noch mit viel Kraft drücken. Die Stuttgarter Orgelbaufirma Mühleisen leistete ganze Arbeit, erneuerte Winkelraster, tauschte Manuale, so dass alle koppelbar sind, und implementierte eine elektronische Registeranlage, über die sich Einstellungen für die insgesamt 37 Register programmieren lassen.

Auswirkungen auf die Virtuosität des Spiels

Das Ergebnis: Die Orgel ist leichtgängiger geworden, ihr Klang lässt sich innerhalb eines Stückes subtiler variieren und es ist ein schneller Wechsel zwischen den Registern möglich. „Damit stehen mir jetzt auch wieder Kompositionen der romantischen und der modernen Orgelliteratur offen“, sagt Kanowski. Sie spricht von einer Entlastung des Tastendrucks um bis zu 50 Prozent. „Das hat Auswirkungen auf die Virtuosität des Spiels“, erläutert die Kirchenmusikdirektorin. Der Orgel-Sachverständige Michael Mages aus Flensburg, der die Sanierung begleitete, sprach gar von einem „Quantensprung“ für die Heßler-Orgel.

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Ein guter Klanghörer und -bauer

Hans Georg Heßler war ein reisender Orgelbauer, der in Schleswig-Holstein und Dänemark im 18. Jahrhundert zahlreiche Instrumente gestaltete. In Eckernfördes St.-Nicolai-Kirche hatte anfangs eine große Renaissance-Orgel gestanden, bis von Friedrich Wilhelm Otte ein neues Instrument gestiftet wurde. „Heßler war ein guter Klanghörer und -bauer“, sagt Kanowski. Mechanisch habe er aber teils sehr eigenwillige Lösungen gewählt. In der Folgezeit wurde die Orgel immer mal wieder umgebaut, so dass sie heute als ein individuelles Instrument, dass aber gut an den Raum angepasst ist, dasteht.

Viele Spender trugen zur Sanierung bei

114 000 Euro hat die aktuelle Sanierung gekostet. Spenden flossen von Banken, Serviceclubs, Elisabeth-Eifert-Stiftung, Privatpersonen, über Veranstaltungen sowie den Förderverein St. Nicolai, der 28000 Euro beisteuerte. Wie schon bei der Kirchensanierung war die Gemeinde auch bei der Orgel der Devise gefolgt: „Wertvolles Altes erhalten, aber in die Moderne führen“, sagt Pastor Dirk Homrighausen. Zur Wiedereinweihung der Orgel am 1. Advent wird ein letztes Mal auch die Lichtkunst von Katrin Bethge zu sehen sein.

3000 Besucher erlebten "Lichtdurchflutet"

Ihre Lichtreise, verbunden mit der Veranstaltungsreihe „Lichtdurchflutet“, hat laut Pastor Michael Jordan in den 15 Tagen insgesamt 3000 Besucher in die St.-Nicolai-Kirche gezogen. „Das sind 200 am Abend, das ist eine grandiose Resonanz“, sagt er. Viele Gäste hätten sich von der Lichtinstallation in der Seele berührt gefühlt. Auch am Sonntag will Bethge ein besonderes Lichtbild für Orgel und Kirche kreieren. Für die nächsten Monate plant Kirchenmusikdirektorin Kanowski zudem Orgelführungen, Gesprächskonzerte und Wandelkonzerte.

Festgottesdienst, Sonntag, 1. Advent, um 16 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche mit Klangproben aus Orgelwerken von Bach (C-Dur Toccata), Weckmann (Fuge in D) und Widore (5. Orgelsinfonie, Toccata) sowie Abschluss der Installation „Lichtreise“.

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Sanierte Heßler-Orgel erklingt wieder.

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