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Eckernförde St. Nicolai belebt den November
Lokales Eckernförde St. Nicolai belebt den November
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06:55 12.11.2019
Von Christoph Rohde
Viele Menschen ermöglichen die Veranstaltungsreihe „Lichtdurchflutet“: Dazu gehören die Kirchenwächter, Lichtkünstlerin Katrin Bethge (links, kniend) und ihre Mitarbeiterin Maj-Lene Tylkowski, Pastor Michael Jordan sowie Inga Luft und Carsten Füg (rechts), stellvertretend für Green Screen. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

16 Projektoren stehen bereit, um St. Nicolai in ein neues Licht zu tauchen. Vor drei Jahren hatte Katrin Bethge bereits den Schleswiger Dom in Szene gesetzt. Jetzt ist die Eckernförder Stadtkirche ihre „Leinwand“. Die Besucher sollen Dinge neu entdecken, die sie bislang so nicht gesehen haben. Die Lichtreise durch St. Nicolai lehnt sich an die vier Elemente an. Das Wasser beispielsweise und die Sturmflut von 1872 sind Dinge, die mit Eckernförde direkt in Verbindung stehen. Auch das Element Erde findet sich in der Kirche wieder, deren Grundfeste auf mächtigen Findlingen ruht.

Durch ein Licht-Kaleidoskop wandeln

Für die Lichtreise wird sich St. Nicolai vom 16. November bis 1. Dezember in eine Wandelkirche verwandeln. Wie in ein Kaleidoskop können die Gäste dann in eine Licht-Landschaft hineingehen. Dabei arbeitet die Künstlerin nicht mit LED-Technik, sondern Overhead-Projektoren, mit denen sich Pflanzen, Wasser, Ornamente, Texte und anderes mehr an Decken und Wände werfen lassen. Diese Licht-Collage ist nicht statisch, sondern jederzeit veränderbar. „Die Besucher können auch selbst aktiv werden und temporär eine Kirchenwand gestalten“, sagt die Hamburger Lichtkünstlerin.

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Erster Green-Screen-Film in der Kirche

Begleitet wird die Lichtreise von zahlreichen Veranstaltungen. Premiere hat der erste Green-Screen-Film in der Kirche. Das Naturfilmfestival zeigt hier am 29. November den Streifen „Die Kraft des Wassers – Im Fluss der Zeit“ von Rita und Michael Schlamberger. Ein bildgewaltiger Film über die österreichische Natur, der 2019 auch für die „Beste Musik“ nominiert worden war. Für Festival-Mitarbeiter Carsten Füg ist das Kirchen-Kino auch ein Testlauf, ob sich St. Nicolai künftig als weiterer Spielort für Green Screen eignet. Moderiert wird der Abend von Festivalleiter Dirk Steffens.

Geologin spricht über das Erbe der Eiszeit

Mit dem Erbe der Eiszeit befasst sich einer der Vorträge. Die Geologin Dr. Renée Oetting-Jessel verfolgt beispielhaft die Reise eines großen Findlings, des „alte Schweden“, der vor 15<VG>000 Jahren mit der letzten Eiszeit von Skandinavien in die Region gelangte und in das Fundament der Kirche integriert wurde. Das Ganze wird musikalisch/akustisch untermalt. Auch dem Ostsee-Hochwasser widmet Oetting-Jessel einen Abend. Weitere Veranstaltungen der Reihe „Lichtdurchflutet“ befassen sich mit meditativem Tanz, Nahtoderfahrungen sowie dem Leben und den Melodien des verstorbenen Karl-May-Filmkomponisten Martin Böttcher.

Die Flucht nach Europa als Theaterstück

Ein Theaterstück am 21. November greift die Flüchtlingsproblematik auf und die Frage: Welches Europa sind wir, welches wollen wir sein? Unter dem Titel „Nach Europa“ machen sich ein Christ und ein Muslim vom Mittelmeer aus auf den Schicksalsweg. „Mit ’Lichtdurchflutet’ wollen wir Hoffnung, Licht und Wärme in den November bringen“, sagt Pastor Michael Jordan. Während der zwei Wochen wird die Kirche täglich von 17 bis 22 Uhr geöffnet sein. Den krönenden Abschluss bildet am 1. Dezember die Wiedereinweihung der restaurierten Heßler-Orgel. Eröffnet wird die Lichtreise am Sonnabend, 16. November, um 18 Uhr.

Hier gibt es Karten

Karten zu fünf Euro für den Green-Screen-Film am 29. November, 19.30 Uhr, gibt es bei Schuh-Krohn, Kieler Straße 46. Karten für das Theaterstück „Nach Europa“ am 21. November, 20 Uhr, sind zu zwölf Euro (erm. acht) im Ticket-Center, Kieler Straße 55, erhältlich. Programm im Detail unter www.sankt-nicolai.de

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