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Eckernförde Mehrheit für große Lösung
Lokales Eckernförde Mehrheit für große Lösung
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12:40 22.06.2016
Von Christoph Rohde
Der Baustellenplatz ist schon eingerichtet: In Kürze soll ein Holzstreben-Korsett an der Außenfassade der Eckernförder Stadthalle angebracht werden, um marode Dach-Attika-Platten zu sichern. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Bürger-Forum, Grüne und SSW stimmten gegen diese große Lösung, die Linke enthielt sich.

 Bürgermeister Jörg Sibbel hatte zuvor auf einen „dringenden Handlungsbedarf“ für die Sanierung der Attika des Stadthallen-Daches hingewiesen. „Sofortmaßnahmen sind notwendig.“ Wie berichtet, soll in Kürze ein Holzstreben-Korsett die Attika-Platten von außen provisorisch sichern. Laut Sibbel ist ein Sanierungskonzept erforderlich, das den Beginn der Umsetzung noch in diesem Jahr ermöglicht. Sonst könne das Fachbüro, das die Stadthalle begutachtet, keine weitere Verantwortung übernehmen. Und das hieße in der Konsequenz: Sperrung der Stadthalle ab 2017.

 Die Verwaltung legte drei Sanierungsalternativen vor: Als Akut-Maßnahme (600000 Euro) die Sanierung der Attika, eine Teilumsetzung des Gesamtsanierungskonzepts (2,7 Millionen Euro) oder eine Vollumsetzung für 3,3 Millionen Euro. Dazu käme 650000 Euro für eine Innensanierung der Stadthalle, die nach 40 Jahren Nutzung nicht mehr auf dem technisch neuesten Stand ist. Sprich: Ton- und Lichtanlage, sanitäre Einrichtungen (auch des Restaurants) und Bühnenboden müssen unter anderem erneuert werden.

 „Wir beschließen jetzt den Kostenrahmen, der außerplanmäßig zur Verfügung gestellt wird“, erklärte Karin Himstedt (CDU). Nach ihren Worten taugt es nicht, eine neue Attika vor ein marodes Gebäude zu hängen. „Wenn wir sanieren, dann muss es mindestens die Variante B sein. Wir wollen mittel- und langfristig das Veranstaltungsangebot sichern.“ Eine Sanierung ist ihrer Meinung nach sinnvoller als ein Neubau, der von der Verwaltung auf 14,5 Millionen Euro geschätzt wird. Auch Anke Göttsch (SPD) erschien eine alleinige Erneuerung der Attika „sinnfrei“. Sie erwarte, dass nach einer weitergehenden Sanierung der Halle auch die Betriebskosten sinken sowie sich das Veranstaltungszentrum besser vermarkten lasse.

 Kritik kam von Bürger-Forum und Grünen. Für Matthias Huber (Bürger-Forum) steht die Stadthalle am falschen Ort. Dauerkosten ließen sich nur durch einen Neubau senken. „Für mich ist das Maximum die Sicherung der Attika zur Sicherung des Betriebs, dann kann man weiter sehen.“ Bernd Ernstmeyer (Grüne) befürchtete, dass sich die Stadt mit der Hallen-Sanierung eine „städtische Rader Hochbrücke“ leiste, die „bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“ saniert werden müsse. Christoph Christiansen (SSW) lehnte mehr als eine akut notwendige Reparatur ab, meinte aber, wenn es schon eine andere Mehrheit gebe, dann sei die Vollsanierung vorzuziehen. Rainer Beuthel (Linke) machte eine Überschneidung des Sanierungsbeschlusses mit der Prioritätenliste für künftige Investitionen aus.

 Zur Frage der Qualität der Grundsubstanz der Stadthalle stellte Bauamtsleiter Roy Köppen fest, dass der Rohbau „soweit in Ordnung“ sei. Laut Bürgermeister Sibbel gibt es keine Anzeichen, dass die Gesamtstatik des Gebäudes gefährdet ist. „Es befindet sich in einem laufenden Monitoring.“ Absehbar ist, dass es bei der Sanierung der Stadthalle zu vorübergehenden Sperrzeiten kommen wird, die sich auf ein Jahr summieren können. Betroffene Dauernutzer wie Konzertreihe und Theatergemeinschaft müssten rechtzeitig informierte werden, betonte Himstedt. Das Thema Stadthallen-Sanierung kommt jetzt noch einmal in den Bauausschuss, bevor die Ratsversammlung entscheidet.

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