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Eckernförde Stimmungsvolle Liedertafel
Lokales Eckernförde Stimmungsvolle Liedertafel
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19:07 09.12.2019
Von Jan Torben Budde
Süßer die Glocken nie klingen": Bei ihrem Adventskonzert in der Gettorfer St.-Jürgen-Kirche animierte die Liedertafel das Publikum zum Mitsingen der Weihnachtsstücke. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Die Kirche war gut gefüllt. Ganze Familien besuchten das Konzert, in dem mehr als braver Hörgenuss angesagt war. Um Erwachsenen und Kindern das Mitsingen zu ermöglichen, hatte der Chor eigens Liedtexte zu Weihnachtsklassikern wie „O Tannenbaum“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Kommet, ihr Hirten“ ausgelegt.

Chorleiter Imre Sallay, der alle Stücke anmoderierte, kündigte ein buntes Programm an – und versprach damit nicht zu viel. So legte die Liedertafel mit dem „Kyrie“ aus der Missa in F-Dur von Valentin Rathgeber los. Mal besinnlich, mal getragen, dann wieder beschwingt – das etwa einstündige Konzert hatte für jeden Geschmack etwas im Angebot.

Volkstümliche Walzer in der Kirche

Die eingängige Melodie von „Schmück das Haus mit Palmenzweigen“ summte mancher Besucher zumindest im Geiste mit. Der Originaltitel laute „Deck the Hall“ und stamme aus Wales, wie Sallay erzählte. Es ging international weiter, und zwar mit dem alten volkstümlichen Stück „Inmitten der Nacht“ aus dem schlesischen, österreichischen Raum. Auf einen Vortrag im Dialekt verzichte die Liedertafel lieber, sagte der Chorleiter augenzwinkernd.

Danach folgte ein Abstecher nach Frankreich. Dort erfreut sich das romantische „O Holy Night“ von Adolphe Adam laut Sallay zu Weihnachten großer Beliebtheit. Es war ein beachtlicher Genre-Mix: So folgte auf den afroamerikanischen Spiritual „Swing Low, Sweet Chariot“ ein plattdeutscher Weihnachtsshanty. Über den Beifall nach letztgenanntem Stück freute sich Sallay besonders: „Als ich dem Chor dieses Lied anbot, herrschte erst Skepsis – es war doch die richtige Entscheidung.“

Märchenfreunde kamen auch auf ihre Kosten: Die Solistinnen Annika Durgeloh (Sopran) und Sieglinde Engel (Alt) intonierten den „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Gabriele Höper (Sopran) brachte „Willst du dein Herz mir schenken“ von Johann Sebastian Bach zu Gehör.

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