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Eckernförde Vielschichtige Schau auf das Meer
Lokales Eckernförde Vielschichtige Schau auf das Meer
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16:55 10.08.2019
Von Rainer Krüger
Stipendiatin Mica Cabildo gestaltet im Künstlerhaus eine vielschichtige Ausstellung zum Klimawandel und dem damit verbundenen Meeresspiegelanstieg. Fotos der Eckernförder Bucht und auch eine Saatkrähe gehören zum Gesamtkunstobjekt. Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde

Für diesen Eindruck sorgen offensichtlich Videoinstallationen an der Wand links mit Aufnahmen der tropischen Unterwasserwelt rund um die philippinische Insel Palawan. Maritime Drucke und Fotos in Blautönen ergänzen diesen Eindruck. Zudem unterstützen mit Aluminium beschichtete Folien, die an den Fensterbänken befestigt sind, diesen Eindruck: Sie werfen das von Süden einfallende Licht an die Raumdecke. Die Reflexionen dort ähneln jenen, die beim Tauchen bei schönem Wetter an der Wasseroberfläche zu sehen sind. „Tropical Gothic – Doublegoer“ heißt die Schau, die am Sonntag, 11. August, eröffnet wird. „Die Vernissage ist von 11 bis 14 Uhr, damit die Lichteffekte auch zu sehen sind“, erklärt Jutta Johannsen, Vorsitzende des Fördervereins Künstlerhaus.

Wie der Titel schon vermuten lässt, ist die Schau vielschichtig angelegt. Durch eingespielte Geräusche und auch Textbeiträge wirkt die Installation zunächst entspannend. Doch beim genaueren Betrachten der Ausstellungsstücke gibt es Irritierendes. Insbesondere eine ausgestopfte Saatkrähe, die sich Cabildo vom Ostsee-Info-Center (OIC) geliehen hat, stört das Idyll. Der schwarze Vogel weist auf die dunkle Seite des Meeres hin und steht für den Gothic-Aspekt. Mit dem Vogel spielt sie auf die Gruselgeschichte „Der Rabe“ von Edgar Allan Poe an. Und etwas unheimlich soll es Besuchern nach Wunsch der Künstlerin auch werden. Denn schließlich sind der Klimawandel und der damit verbundene Meeresspiegelanstieg weltweite Bedrohungen. Wenn der Ausstellungsraum unter Wasser stünde, könnte das auch ein Blick in Zukunft sein – so eine Deutung, mit der sie spielt.

Mica Cabildo hat Eindrücke ihres Aufenthalts in Eckernförde verarbeitet

In der Schau hat Cabildo Eindrücke ihres Aufenthalts in Eckernförde verarbeitet. Nachdem sie schon im November und Dezember in Norddeutschland war, kam sie im Juni wieder. Auch in der Zeit der Abwesenheit war die Künstlerin in Eckernförde produktiv. Mit einer am OIC installierten Lochkamera hat sie täglich den Verlauf der Sonne über sechs Monate hinweg aufgenommen. Fotos dieser Ansicht sind auch im Künstlerhaus zu sehen. Das entspricht dem Doppelgängertum im Titel der Ausstellung, ein Motiv das ebenfalls aus Gruselgeschichten bekannt ist.

Mit Rücksicht auf das erforderliche Licht ist die Schau im Künstlerhaus in der Ottestraße noch an vier weiteren Tagen von 11 bis 14 Uhr geöffnet: 14., 17., 18. und 21. August.

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