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Eckernförde Erster Schritt Richtung Seniorenwohnen
Lokales Eckernförde Erster Schritt Richtung Seniorenwohnen
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07:00 28.11.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Auf dieser Fläche an der Dänischenhagener Straße möchte Strande barrierefreien Mietwohnraum schaffen. Allerdings steht das Verfahren noch ganz am Anfang. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Strande

 Betroffen ist die Fläche zwischen der Straße Zum Mühlenteich und der Kählerkoppel. Strande hatte die Weide 2017 zusammen mit anderen Flächen vom früheren Besitzer erworben. „Damit die Gemeinde die Zügel in der Hand hat“, betonte Holger Klink – und nicht „Spekulanten“. Auch hätte Strande sonst unter anderem nach einer neuen Fläche für seinen Bauhof suchen müssen: Denn dessen Grundstück gehörte zu den angebotenen Flächen.

Bislang fehlte ein Grundstück

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Schon 2014 hatte Strande auf Anregung von Bürgern in einer Umfrage den Bedarf an seniorengerechtem, barrierefreien Wohnraum in einer Umfrage ermittelt, erklärte Claudia Sieg (SPD). Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe zum Thema und Bauausschussvorsitzende. In diesem Gremium war das Projekt vor Kurzem vorgestellt worden. Nach dem Flächenankauf entstand in der Arbeitsgruppe die Idee, dass der Bereich neben der Grundschule das bislang fehlende Grundstück für Seniorenwohnen bieten könnte.

Kritik von Anwohnern

„Ist denn wirklich Bedarf da?“, hakte ein Anwohner in der Fragestunde nach. Und überhaupt betreffe das doch nicht die öffentliche, sondern die ganz private Daseinsvorsorge. Auch die Massivität eines Komplexes mit bis zu 15 kleineren Wohneinheiten bereitete ihm Sorgen. Andere wiesen darauf hin, dass die Verkehrssituation auf der schmalen Straße durch den Hol- und Bringverkehr zu Schule und Kindergarten schon jetzt angespannt ist: Wie wäre es dann erst mit den zusätzlichen Fahrzeugen durch die Seniorenwohnungen? Auch das Verschwinden eines Naturraums wurde bedauert.

Strande bietet nur wenige Mietwohnungen

Das Interesse an Wohnraum werde „auch heute durch viele Anfragen bestätigt“, sagte Claudia Sieg. Ulrich Kauffmann (FDP) verwies darauf, dass die Strander Bevölkerung noch älter als der Durchschnitt sei. Doch bietet das Ostseebad nur wenige Mietwohnungen – und denen fehle ein Lift.

Öffentlichkeit wird beteiligt

„Das ist nur der Startschuss, ob man das weiterverfolgen möchte“, versicherte Bürgermeister Klink: Die Diskussion sei in „jegliche Richtung offen“. Nun gelte es zu klären, ob Seniorenwohnen auf dieser Fläche umgesetzt werden kann – und wie. „Im Rahmen der Planaufstellung gibt es eine Öffentlichkeitsbeteiligung“, erläuterte Claudia Sieg den Besuchern.

Erster Schritt im Verfahren

Die Bauweise der Anlage solle „an Strande angepasst“ sein. Man denke an zwölf bis 15 Mietwohnungen in Größen von 50 bis 70 Quadratmetern – Näheres sei noch offen. Einstimmig sprach sich die Gemeindevertretung dafür aus, dass die Verwaltung die Bauleitplanung vorbereiten soll.

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