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Eckernförde Geldsegen durch Parkgebühren
Lokales Eckernförde Geldsegen durch Parkgebühren
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12:00 03.06.2019
Von Tilmann Post
Die Gemeinde Strande erhebt jetzt ganzjährig Parkgebühren. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Strande

Die Änderung der Parkgebührenverordnung von Strande war im vergangenen Jahr beschlossen worden. Damit müssen Autofahrer, die ihre Wagen auf den innerörtlichen Parkplätzen am Buswendeplatz, an der Klaus-Groth-Straße und am Bülker Weg abstellen, erstmals das gesamte Jahr über einen Parkschein am Automaten ziehen. Zuvor galt die Pflicht nur während der Saison zwischen dem 15. März und dem 31. Oktober. 2018 nahm die Gemeinde rund 200000 Euro auf diese Weise ein. In dieser Summe sind auch Gebühren vom Großparkplatz und von der Bülker Huk berücksichtigt.

Amtsverwaltung von Strande rechnete nur mit 15000 Euro

Exakt 20747 Euro warfen Parkplatznutzer zwischen dem 1. November und dem 14. März in die Automaten. Das ergab eine Anfrage beim Amt Dänischenhagen. Der Erlös fällt um ein Drittel höher aus als erwartet. Als die neue Verordnung beschlossen wurde, rechnete die Amtsverwaltung noch mit Mehreinnahmen von 15000 Euro. Damit kann Strande dauerhaft mit einem kräftigen Plus bei den Entgelten rechnen.

Bürgermeister Holger Klink (CDU) zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Er wies jedoch darauf hin, dass die Initiative zur Ausweitung der Gebührenpflicht nicht darin lag, mehr Geld einzunehmen. Vielmehr war sie zur Steuerung gedacht, etwa um den Verkehr aus dem Ort herauszuhalten.

Vor allem Gäste sollten auf den Großparkplatz mit seinen 264 Stellflächen an der Gemeindegrenze zu Schilksee ausweichen. Dort werden auch in der Nebensaison keine Gebühren erhoben. Hintergrund ist dem Bürgermeister zufolge, dass der Autoverkehr in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen habe. Dass das Gebührenaufkommen nun in die Höhe schoss, sieht er als Bestätigung für die Entscheidung.

Durch Verkehrsaufkommen sind Schäden in Strande entstanden

Das zusätzliche Geld sei zwar nicht für einen bestimmten Zweck reserviert, werde aber in die Straßen investiert, so Klink. „Durch das gesteigerte Verkehrsaufkommen sind Schäden entstanden, zum Beispiel an der Strandstraße, die wir nun für fast 300000 Euro saniert haben“, sagte er. „Das war nur der Auftakt, als nächstes stehen die Dorfstraße und die Dänischenhagener Straße an.“ Weil es vom Land keine Finanzierungshilfen gebe, „sind wir dazu verdonnert, solche Einnahmequellen zu nutzen“, so Klink.

Jahresparkausweise

Inhaber von Jahresparkausweisen in Strande ärgern sich

Die Gemeinde Strande musste sich nach der Ausweitung der Gebührenpflicht auch Kritik gefallen lassen. Denn damit wurde für Inhaber von Jahresparkausweisen eine Höchstparkdauer von drei Stunden eingeführt.

Inhaber solcher Ausweise beschwerten sich, weil sie als Wohnungsmieter nicht über einen eigenen Stellplatz auf einem Privatgrundstück verfügen. Deshalb nimmt die Gemeinde nun fünf einzelne Parkplätze an der Klaus-Groth-Straße aus der öffentlichen Nutzung heraus. Zwei davon vermietet sie dauerhaft an die Zahnarztpraxis und drei weitere an private Mieter. Pro Monat und Stellplatz werden 45 Euro erhoben.

Laut Holger Klink handelt es sich um eine Härtefallregelung. „Es geht nicht um Bürger, die keinen Platz für ihr Drittfahrzeug haben, sondern um Haushalte, in denen beide berufstätig und damit aufs Auto angewiesen sind.“

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