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Eckernförde Katamaransegler werben für Miteinander
Lokales Eckernförde Katamaransegler werben für Miteinander
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19:04 20.10.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Zum Saisonabschluss der Strander Katamaransegler gehören Aufräumarbeiten am Strand. Hier wird die Hunds- oder Heckenrose entfernt, die sonst rasch den ganzen Strand erobern würde. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Strande

Dreimal soll es dort beinahe zu Unfällen gekommen sein, weil Kitesurfer Aussagen zufolge haarscharf an Kindern vorbeifuhren. Mittlerweile hat die Gemeinde Strande aber klargestellt, dass laut Seeschifffahrtsstraßenverordnung das Kiten im Abstand von weniger als 200 Metern vor Häfen und Hafeneinfahrten ohnehin verboten sei.

Verhalten einiger Kiter hatte für Ärger gesorgt

Der SKS-Vorsitzende Uwe Höhe wollte zu dem Thema Kiter deshalb auch gar nichts weiter sagen. Der 66-Jährige betonte hingegen: „Auch unsere Mitglieder müssen sich regelkonform verhalten, Rücksicht nehmen.“ Es gebe aber ein gutes Miteinander zwischen Badegästen und Seglern: Der Strand habe da sein ganz eigenes Flair.

Pro Jahr, so hat Uwe Höhe ausgerechnet, gebe es hier durchschnittlich 1500 An- und Ablegemanöver.  Dabei habe sich die Festmacher-Boje im Wasser bewährt, die nun schon in der zweiten Saison im Einsatz war: Sie erleichtert es den Seglern, ihren Katamaran ins und aus dem Wasser zu bringen, ohne dabei Badende zu gefährden.

Katamaran-Saison endet mit Arbeitseinsatz

Am Sonntagvormittag wurde die Boje von Rüdiger Wippich, Platzwart und Segler, an Land geholt: das Zeichen, dass die Saison für die Katamaran-Segler nun vorbei ist. Zudem waren SKS-Mitglieder gekommen, um zum Abschluss noch mal den Strand zu säubern. Die Boote sind schon seit dem 15. Oktober aus dem Sand verschwunden – nun wurden auch noch die Festmacherschlingen entfernt.

Außerdem sorgten die Segler mit handfestem Spaten-Einsatz dafür, dass sich die Hunds- oder Heckenrose am Strand nicht weiter wild ausbreitet. Um den Strand zu stabilisieren, nutzen die Segler außerdem angeschwemmtes Seegras, das der Strander Bauhof zusammenschiebt. Die Wassersportler koffern mit dem Material den Strand aus, um so den Boden zu stabilisieren. „Schließlich liegen hier zur Kieler Woche bis zu 750 Boote – das ist schon Gewicht“, sagte der 66-jährige Schilkseer Höhe.

Lob für gute Zusammenarbeit

Er lobte die „beispielhaft unkomplizierte“ Zusammenarbeit mit dem Strander Bürgermeister Holger Klink. Die Katamaransegler wiederum präsentierten sich auch beim Strander Promenadenfest mit ihren zweirumpfigen Booten. Und wollen ab 2020 sogar Probesegeln für Einheimische und Gäste anbieten.

Mitglieder kommen sogar aus Bremen

Etwa hundert Mitglieder hat der SKS nach Angaben des Vorsitzenden. Sie kommen nicht nur aus Kiel und dem Umland: 30 bis 40 Prozent seien sogar in der Region zwischen Hamburg und Bremen zu Hause. „Das ist eben das beste Segelrevier hier“, erklärte Uwe Höhe lächelnd. Der Verein besteht seit 40 Jahren und verfügt über 74 Liegeplätze am Strand. Es gebe aber immer etwa acht bis zehn freie Plätze für Gäste oder neue Mitglieder.

Neue Insektenwiese an der Promenade

Die Segler verabschiedeten sich übrigens mit einem kleinen Blumengruß in die Winterpause: An der Promenade weist jetzt ein Schild auf eine etwa 3200 Quadratmeter große Wiese hin, die künftig zum Tummelplatz für Insekten werden soll. Sie gehört seit den 1980er-Jahren den Seglern, war ursprünglich mal als Stellplatzfläche gedacht. „Die werden wir jetzt konsequent nicht mehr mähen“, erklärte Uwe Höhe. Und im nächsten Frühjahr soll hier Saatgut eingebracht werden für Blüten, auf die Falter und Insekten fliegen.

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Hier sehen Sie weitere Bilder über die Aufräumaktion am Strander Strand.

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