Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Aquakultur-Produktion wird verzehnfacht
Lokales Eckernförde Aquakultur-Produktion wird verzehnfacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:05 09.09.2019
Von Tilmann Post
„Förde Garnelen“-Chef Bert Wecker (links) erklärt Jan Philipp Albrecht direkt am Becken die Produktion der „White Tiger Shrimps“. Quelle: Tilmann Post
Strande

Fischereiminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat am Montag einen Zuwendungsbescheid über 1,88 Millionen Euro übergeben. Das Vorhaben von „Förde Garnelen“ wird durch das „Landesprogramm Fischerei und Aquakultur“ gefördert. Es ist nicht die erste Förderung für das Strander Unternehmen.

75 Prozent der Summe stammen aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF), die restlichen 25 Prozent kommen vom Land Schleswig-Holstein. Damit besteht die Hälfte der Investition von 3,76 Millionen Euro des Unternehmens mit Sitz auf der Bülker Huk in Strande aus dem öffentlichen Zuschuss.

Förde Garnelen“ baut mit dem Geld seine Produktionsstätte auf eine Kapazität von 50 Tonnen pro Jahr aus. Derzeit sind es fünf Tonnen, die von der Art „White Tiger“ hergestellt werden. Die ersten Erweiterungsarbeiten sollen im Oktober beginnen, insgesamt kann das Vorhaben bis zu zwei Jahre dauern.

Künftige Aquakultur in Strande setzt Maßstäbe

Minister Albrecht sprach am Montag in Strande von einer hochmodernen Aquakultur-Kreislaufanlage, die Maßstäbe setzt. „Sie nutzt nicht nur energiesparend die Abwärme der benachbarten Einrichtungen der Kieler Stadtwerke, sondern sorgt durch den Einbau spezieller Beckenstrukturen auch für echte Fortschritte bei der Tierversuchen Haltung von Garnelen in der Aquakultur“, sagte Albrecht.

Aquakultur in Kreislaufanlagen ermögliche es, Fische und Meeresfrüchte ohne Nährstoffemissionen und ohne den Einsatz von Antibiotika zu erzeugen. „Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht und weitere vergleichbare Investitionen in Schleswig-Holstein folgen werden“, so Jan Philipp Albrecht.

Förde Garnelen“-Geschäftsführer Bert Wecker unterstrich, dass die Erweiterung der Anlage nicht ohne die Förderung möglich sei. Derzeit befindet sich das Haupt-Beckensystem in einem ehemaligen Gewächshaus auf rund 340 Quadratmetern. Mit der Erweiterung kommt eine neue Halle dazu, die noch einmal 840 Quadratmeter Platz bietet.

“White Tiger“-Garnelen kommen aus den USA

Das Vorhaben sei zum wirtschaftlichen Arbeiten unerlässlich, so Wecker. Denn ob ein Kilo oder fünf Tonnen produziert werden - die Zahl der benötigten Mitarbeiter sei nahezu gleich. Das Unternehmen habe drei Jahre Entwicklungszeit investiert, nun sei die Anlage erweiterungsreif.

Förde Garnelen“ zieht Setzlinge der Art „White Tiger“, die von einer Brutanstalt in den Vereinigten Staaten importiert werden, bis zu einem Gewicht von 30 Gramm heran. Dazu wird ein ausgeklügeltes Aquakultursystem verwendet, das das Unternehmen mit Ostseewasser speist. Die Becken werden auf 28 Grad geheizt, um heimische Bedingungen für die Tiere zu schaffen.

Die Temperatur ist nötig, weil die Garnelen von der Pazifikküste Mittel- und Südamerikas und damit aus den Tropen stammen. In den Becken sind übereinander angeordnete Platten installiert, die als künstliche Mangroven wirken und Schutz bieten. Das Wasser zirkuliert und kann so gereinigt werden.

Strategie: Fisch-Importe reduzieren

Schleswig-Holstein verfolgt seit 2014 eine eigene Strategie zur Förderung der heimischen Aquakultur, um „die Importabhängigkeit bei Fischen und Meeresfrüchten zu reduzieren und die hiesigen Potenziale für eine regionale und besonders nachhaltige Produktion künftig stärker zu nutzen“, teilt das Ministerium mit. 80 Prozent der konsumierten Fische und Meeresfrüchte in Deutschland stammen aus dem Ausland.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

3000 Teilnehmer – die Zahl der Menschen, die sich am Sonntag an der Demonstration zum Erhalt der Feste am Eckernförder Südstrand beteiligten, hat alle überrascht. Auch die Politik. Führende Kommunalpolitiker sehen den Protestzug als Auftrag, das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben.

Christoph Rohde 09.09.2019

In der Fußball-Landesliga Schleswig konnte sich der Gettorfer SC durch einen glücklichen 1:0-Sieg gegen den Osterrönfelder TSV aus dem Tabellenkeller lösen. Dabei war der GSC allerdings mit dem Glück im Bunde, denn beim Siegtreffer handelte es sich um ein Eigentor von OTSV-Akteur Harald Giese.

09.09.2019

Mehr als 240 Oldtimer, 5000 Besucher und viele, viele PS: Das war die Mischung war am Sonnabend am Eckernförder Südstrand. Zum 13. Mal feierten die Kaputten Jungs „Hubraum, Strand und Meer“ mit großem Publikum.

09.09.2019