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Eckernförde Seesteg defekt und Zwist um Küstenschutz
Lokales Eckernförde Seesteg defekt und Zwist um Küstenschutz
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08:00 05.07.2017
Von Cornelia Müller
Die 70 Meter lange Seebrücke auf Höhe des Hotels Seelust in Eckernförde ist nach dem Hochwasserschaden vorübergehend gesperrt. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Eckernförde

Das Hochwasser bei Oststurm, das reichlich Wellengang erzeugte, hatte die Träger an den Eisenpfählen der Brücke gelockert. „So sackten die hölzernen Längsträger ab, auf denen die Eichenbohlen ruhen“, klärt ein Mitarbeiter des Bauamtes auf. Die Folge: Bohlen wurde heraus gedrückt oder gelockert. „Die Brücke jetzt zu betreten, wäre lebensgefährlich.“ Eine Zimmerei werde den Schaden noch diese Woche ausbessern.

Der neue Sand dient dem Küstenschutz

Seit die Stadt den von Stürmen ausgewaschenen Strand zwischen Ostsee-Info-Center (OIC) und Nixenskulptur mit kostenlosem Sand aus der Lagune Aschau aufgefüllt hat, ebben zudem Proteste von Eckernfördern nicht ab. Das auf Schadstoffe untersuchte Material vom Meeresgrund enthält organische Anteile von Seegras und Co., die zuerst dunkel aussehen und nach und nach an der Luft vergehen. „Es ist nicht so fein zermahlen und hell gewaschen wie das sonst mit der Strömung ankommende Sediment“, erläutert Touristikchef Stefan Borgmann. Muschelschalen, Grobsand, einige größere Steine und feinster Sand bilden die Mischung. Für Borgmann ist das „keine Katastrophe“. Eckernförde habe hier durch Stürme 80 Zentimeter Höhe  eingebüßt. „Das Material hat jetzt das Bodenniveau auch im Wasser gehoben. Der Sedimentabtrag schreitet nun nicht mehr so rasch voran. Das schützt die Küste.“

Einige Bürger fordern den Bilderbuchstrand

Mancher Kritiker bleibt trotzdem unbeeindruckt von der fortschreitenden, gut dokumentierten Küstenerosion. „Der Strand ist jetzt eine Schande. Muscheln gehören nicht hier her, Seegras auch nicht. Ich erwarte, dass alles regelmäßig weggeräumt wird, und ich unbeeinträchtigt im Strandkorb sitzen kann“, echauffiert sich etwa Anwohner Dieter Leuchter. Borgmann hält dagegen: „Kein einziger Tourist hat sich bei uns beklagt. Ein Strand ist ein Stück Natur. Regen, Wind, Sonne, Wellen werden das Bild wieder positiv verändern.“

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