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Eckernförde Sturmtief hinterlässt ein "blaues Auge"
Lokales Eckernförde Sturmtief hinterlässt ein "blaues Auge"
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17:23 09.01.2019
Von Tilmann Post
Schwere See lief am Mittwoch direkt auf die Küste im Norden Strandes zu und beschädigte dort den Deich erneut.
Strande/Stohl

In beiden Fällen kam die Region mit einem „blauen Auge“ davon. Dieses Mal trat die Ostsee in Eckernförde nicht über die Hafenkante, sondern blieb an der tiefsten Stelle knapp darunter stehen. Das Wasser erreichte am Mittag seinen Scheitelpunkt von bis zu 1,20 Meter über dem mittleren Pegelstand. Sandsäcke zur Sicherung von Gebäuden kamen nicht zum Einsatz.

Loch im Deich weiter aufgerissen

In Strande rissen die Wellen jedoch das Loch im Deich am Nordufer der Gemeinde weiter auf. Der rund 40 Quadratmeter große Schaden war eine Woche zuvor entstanden, als das Hochwasser den Steinwall vor dem Klärwerk Bülk unterspülte. Der erneute Sturm platzte nun in die Reparaturarbeiten. Winkelstützen aus Beton haben die Bauarbeiter bereits gesetzt. „Die Stützwände sitzen, ohne sie wäre der Wanderweg weg gewesen“, sagte Bauhofleiter Karl-Heinz Petersen gestern. Auf einer Seite habe sich das Loch etwas vergrößert, deshalb müssen vermutlich zwei weitere Betonwinkel eingebaut werden, so Petersen. „Wir sind noch einmal davongekommen“, fasste er zusammen.

Erdabbrüche an der Steilküste

Sturmtief „Benjamin“ nagte auch wieder ordentlich an der Steilküste im Schwedenecker Ortsteil Stohl. Frische Erdabbrüche waren deutlich zu erkennen. Am späten Vormittag umspülte die Ostsee den Fuß der steilen Treppe, die hinunter zum Strand führt. Unklar ist, was nach jetzt schon zwei Stürmen innerhalb von kurzer Zeit noch vom Strand übrig bleibt. „Da müssen wir gucken“, erklärt Touristik-Leiter Manfred Mallon. Gegebenenfalls müsste man den Bereich auch sperren. Am Mittwoch war hier im Gebrodel der Ostsee jedenfalls kein Strand mehr zu erkennen, das Wasser traf direkt auf die Steilküste.

Fotostrecke: Sturmtief hinterlässt ein "blaues Auge"
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