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Eckernförde Teure Lastenräder: Stadt legt Geld dazu
Lokales Eckernförde Teure Lastenräder: Stadt legt Geld dazu
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20:43 20.02.2020
Von Tilmann Post
Modern und stabil: Lastenfahrräder sind laut Klimaschutzmanagerin Manina Herden eine Alternative zum Auto, wenn es etwa um den Transport des Wochenendeinkaufs geht. Selbst Kinder lassen sich Herden zufolge mit entsprechender Ausstattung des Rades sicher befördern. Quelle: Gregor Fischer
Eckernförde

„Die Lebensqualität in der Stadt Eckernförde wird durch den motorisierten Straßenverkehr zunehmend beeinträchtigt“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Deshalb werde nun „ein Anreiz geschaffen, Fahrten mit Auto oder Kleintransporter auf kürzeren Strecken zu vermeiden“, heißt es weiter zu dem Projekt, das Klimaschutzmangerin Manina Herden angestoßen hat.

„Die Stadt Eckernförde fördert die Anschaffung von in Eckernförde genutzten Lastenrädern und somit den Klimaschutz sowie nachhaltige und innovative Anwendungen im Verkehrsbereich. Denn Lastenräder und Lastenpedelecs ermöglichen eine schadstoffarme, lärmreduzierte und flächensparende Mobilität im Stadtgebiet“, lautet die Begründung für das Förderprogramm.

Stadt Eckernförde übernimmt bis zu 25 Prozent der Nettokosten

Es unterstütze die verkehrs- und umweltpolitischen Zielsetzungen der Stadt Eckernförde und einen langfristigen, nachhaltigen Einsatz der Fahrzeuge. Der Zuschuss kann von privaten Personen, Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Vereinen und Verbänden beantragt werden.

Dabei weist Manina Herden darauf hin, dass sich Lastenräder „besonders für eine geteilte Nutzung“ eignen. Die modernen und wegen der Zuladung stabilen Fahrräder haben ihren Preis, je nach Ausführung kostet ein Exemplar zwischen 1000 und 5000 Euro.

Von den Nettokosten werden bis zu 25 Prozent gefördert, höchstens aber 400 Euro pro Einzelfall. Die Fördersumme ist auf 10.000 Euro begrenzt, die Bezuschussung ist pro Antragsteller nur einmal zulässig.

Vorbild für das Förderprogramm ist Preetz

Das Förderprogramm läuft vom 1. März bis zum 31. Mai und folgt dem Vorbild der Stadt Preetz. Dort war bereits 2018 ein solches Projekt mit einer Fördersumme von 3000 Euro aufgelegt worden, das im vergangenen Jahr verlängert wurde.

Die Zuschüsse kommen in Eckernförde direkt aus dem Budget der Klimaschutzmanagerin. Das Geld musste deshalb nicht eigens von der Ratsversammlung freigegeben werden.

Das Projekt benötigte nur die Genehmigung von Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU). Klimaschutzmanagerin Manina Herden verfügt jährlich über 30.000 Euro, das war politisch bereits beschlossen worden.

Sollte Herden ihr Budget nicht voll ausschöpfen, kann sie Restbeträge jedoch nicht einfach ins Folgejahr übertragen. Das sei begründet nur per Extra-Antrag möglich.

Förderanträge für Lastenräder gibt es im Rathaus

„Die Mittel sind nicht für investive Maßnahmen wie zum Beispiel Umrüstung auf LED-Beleuchtung gedacht, sondern für Klimaschutz-Projekte“, erklärt Herden. Dazu zähle beispielsweise die Pfandbecher-Aktion, die sie im vergangenen Jahr angestoßen hatte.

2020 hat sie den Schwerpunkt auf Mobilität gesetzt, der Förderung von Lastenrädern und -pedelecs folgen weitere Vorhaben, kündigt sie an.

Das Antragsformular ist unter www.eckernfoerde.de/klimaschutz zu finden oder kann im Rathaus, Zimmer 314, abgeholt werden. Bei Rückfragen ist das Klimaschutzmanagement unter Tel. 04351/710680 erreichbar.

Lesen Sie auch:Messe in Kiel - Der Trend geht zum Lastenrad.

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