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Eckernförde Boßeln im Schweinsgalopp
Lokales Eckernförde Boßeln im Schweinsgalopp
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18:05 12.02.2017
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Nix wie hinterher: Kaum ist die Boßelkugel auf die Reise geschickt, rast der Nachwuchs hinterher. Ole (6) und Milla (5) werden hier noch von Oles Mutter Kristin Peters begleitet. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Lindau

Und das liegt vermutlich gar nicht mal am eisigen Wind, der übers Land fegt und sogar vereinzelt winzige Schneekörnchen durch die Luft pustet. Sondern einfach daran, dass es so viel Spaß macht, der blauen Boßelkugel nach dem Wurf über die Straße An der Mühlenau im Team nachzujagen. Bei den „Dörpsmüüs“ aus dem Kindergarten wirkt das sogar ansteckend auf Mutter Kristin Peters: Sie spurtet meist sportlich bei den vier Vorschulkindern aus der Kita mit. „Das stärkt schon das Gemeinschaftsgefühl“, sagt sie über den Boßelwettkampf von Mara (6), Milla (5), Moritz (6) und Ole (6). Menschen in der Gemeinde Lindau mit ihren fünf Ortsteilen zusammenzubringen: Aus diesem Anlass entstand einst auch das stets von der FWGL (Freie Wählergemeinschaft der Gemeinde Lindau) veranstaltete Boßelturnier.

 Mahee (8) aus Lindau hat schon mal geboßelt und weiß, worauf es ankommt: „Das Schwierige ist, dass der Ball um die Kurve muss.“ Ihrem sechsjährigen Bruder Raven gefällt an dem Freiluftsport vor allem, „dass man weit werfen kann“. Einige der Lindauer Nachwuchsboßler beweisen tatsächlich enormen Schwung. „Topwurf“, ruft Kai-Günther Werner anerkennend, als die Kugel mal wieder besonders weit rollt. Gerdes ist der Mann mit der Jacke in Warnfarben, der am Ende des Boßeltrosses den Überblick behält und immer ankündigt, welches Team jetzt dran ist. Und der darauf achtet, dass die Straße stets frei ist. „Kugel kommt“, schallt es immer wieder durch die Winterkälte. Und die Kugel kommt oft genug aus zwei Richtungen: voran, Richtung Ziel – und zurück, zum nächsten Werfer. Schließlich sind nur zwei Wurfobjekte im Einsatz.

 Zum zwölften Mal startet der Nachwuchs in Lindau zur Boßeltour, diesmal sind mehr als 30 Teilnehmer mit von der Partie. Am Sonntag sind dann die Älteren dran. 40 Teams hatten sich nach Angaben von Harald Kelm angemeldet – längst ist das Turnier ein echtes Ereignis im Dorfjahr. Damit niemand zu lange warten muss, wurde das Teilnehmerfeld auf die Zahl 36 Mannschaften reduziert.

 Etwa zehn Helfer sind am Sonnabend beim Nachwuchsturnier und der Verköstigung danach im Einsatz, schätzt Peter Uppendahl vom Organisationsteam. Er erklärt den jungen Boßlern vor dem Start noch schnell die Regeln. Paul vom Team Feuerwelle darf dann schwungvoll die erste Kugel auf ihren Weg schicken. Nach einem Kilometer für die Sechs- bis Neunjährigen und anderthalb Kilometern für die bis zu Zwölfjährigen wartet dann auf einem Bauernhof die Siegerehrung auf die jungen Teilnehmer. Samt heißen Würstchen und Kakao, Naschitüten, Urkunden und Medaillen. Vielleicht waren ja auch diese Verlockungen der wahre Grund für das Sprintboßeln?

Schreck in der Mittagsstunde: Nachbar Hans-Peter Goos hörte einen „riesigen Knall“. Als der Einwohner des Riesebyer Ortsteils Stubbe dann am Sonnabend auf die Straße blickte, sah er, was passiert war. Ein Güllelaster war um 13.13 Uhr ins Nachbarhaus gefahren.

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