Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Ist Schinkel reif fürs Dörpsmobil?
Lokales Eckernförde Ist Schinkel reif fürs Dörpsmobil?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 18.01.2019
Von Cornelia Müller
E-Mobilität als Ergänzung zu Bus und Bahn, als Ersatz für Benziner und Diesel oder im Sharing-Modell Dörpsmobil: Dafür braucht man ein dichtes Stromtankstellennetz. Im Parkhaus Noorstraße in Eckernförde tankt man gratis während der Parkzeit. Quelle: Cornelia Müller
Schinkel

Einwohnerversammlung Schinkel Donnerstagabend. Der Saal im Gasthof ist voll. Auch aus Neuwittenbek sind Bürger da. Sie werden Lust auf eine Mobilitästvariante jenseits von Bus und Bahn bekommen: E-Mobil-Sharing mit gemeindlicher Unterstützung.

Dafür sorgt Werner Schweizers Vortrag. „Teilen ist das neue Haben“, sagt der Bürgermeister von Klixbüll. Seine 1000-Einwohner-Gemeinde in Nordfriesland ist der größte Werber fürs Döpsmobil. 

Den knuffigen Namen für ein E-Auto, das ein Verein einer Landgemeinde trägt und das Mitglieder für kleines Geld nutzen, hat er gern dem Land überlassen.  „Wenn die kommunale Ebene nicht mitzieht, wird nichts aus der Begrenzung des Klimawandels“, bricht der frühere Airbus-Pilot Komplexes auf Formeln herunter, die sich man sich merkt.

Die Stadtwerke Eckernförde haben für die Ladesäulen 610000 Förderung bekommen

Im April 2017 sagt die Aktivregion Eckernförder Bucht den Stadtwerken Eckernförde (SWE) 61000 Euro Förderung für den Aufbau eine E-Ladesäulennetzes in Stadt und Umland bis an den Rand von Kiel zu. Acht Station Strom liefern außerhalb der Stadt andere Energieversorger zu unterschiedlichen Konditionen. In Schwedeneck formiert sich 2018 ein Verein Dörpsmobil. Der Netto-Parkplatz Surendorf wird für die Ladesäule auserkoren. In Osdorf legt die Gemeinde das Neubaugebiet Schönland als Standort einer SWE-Stromtankstelle fest.

Monate vergehen. Vor wenige Tagen erhält Osdorf die endgültige Zusage aus Eckernförde, der Vertrag wird jetzt unterzeichnet. Matthias Meins, Direktor des Amtes Dänischer Wohld und Vorsitzender der Aktivregion, hat sich von Beginn an dahinter geklemmt.

Im Amt Dänischer Wohld bekommen Osdorf und Schinkel Stromtankstellen

„Wir haben beschlossen, dass jedes Amt zwei Ladestationen bekommt. Wo sie genau sein werden, und wie die logistischen Voraussetzungen jeweils sind, stand nicht fest.

Im Amt Dänischer Wohld war der Platz vor der Verwaltung in Gettorf vorgesehen. Wir haben aber Osdorf und Schinkel als vorrangig erachtet. Dieser Prozess war für den künftigen Betreiber komplexer als angenommen. Der Knoten ist jetzt durchschlagen.“

Warum die Hängepartie? Andreas Steffens, Energieberater der SWE: „Wir haben für mögliche Standorte die Kosten für der sogenannten Hausanschlüsse bei den Netzbetreibern ermittelt.

Das Projekt Dörpsmobil lässt sich schnell in die Tat umsetzen

Sie liegen im vierstelligen Bereich, in einem Fall wurde eine fünfstellige Summe genannt. Hinzu kommt, das auch Gemeinden außerhalb der Aktivregion angefragt haben und wir deshalb auch Bundesmittel einwerben.“

Ziel der SWE: Sie wollen ihr Netz auf 50 Ladestationen ausdehnen. Mit den 22 in der Aktivregion soll es laut Steffen jetzt konkret loslegen. Auch für die Gemeinden entstehen Kosten für die Anschlüsse. In Osdorf ist inzwischen alles vorbereitet.

Diese Botschaft kann an dem Abend in Schinkel nur beflügeln. Denn Bürgermeisterin Sabine Axmann Bruckmüller (CDU) teilt mit, „dass wir den erhofften direkten Busanschluss nach Kiel im Rahmen des neuen ÖPNV-Konzepts wohl nicht bekommen.“

„Aber wenn man ein Dörpsmobil will und die Tankstelle hat, bekommt man das binnen drei Monaten hin“, sagt Schweizer. „Bei uns läuft das so gut, dass wir jetzt zwei E-Autos haben.“

Alle Nachrichten aus dem Raum Eckernförde lesen Sie hier.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Planungen laufen, doch der Zeitpunkt der Umsetzung ist noch ungewiss. Kriminal- und Schutzpolizei in Eckernförde möchten wieder unter einem Dach zusammenarbeiten. Bislang war das Jahr 2020 für einen Umzug in das frei werdende Gebäude des Finanzamtes Eckernförde angedacht.

Christoph Rohde 18.01.2019

„Das haben wir uns alle anders vorgestellt“, ist Christian Schössler, Trainer des Gettorfer SC, mit der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Schleswig „nicht so zufrieden“. Nach Siegen in den ersten drei Spielen der Rückrunde gab es allerdings einen versöhnlichen Jahresabschluss.

Reinhard Gusner 18.01.2019

Das neue Stadtquartier an der Eckernförder Hafenspitze harrt noch der Vollendung. Über 100 Eigentumswohnungen sind bereits fertiggestellt. Restliche zehn Wohneinheiten sollen folgen. Doch bislang ist das Bauvorhaben noch nicht umsetzungsfähig. Die Stadt hat eine Veränderungssperre erlassen.

Christoph Rohde 18.01.2019