Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Sprengungen: Von der Leyen bleibt hart
Lokales Eckernförde Sprengungen: Von der Leyen bleibt hart
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 15.11.2018
Von Tilmann Post
Foto: Wann die Ansprengversuche an der Fregatte "Karlsruhe" beginnen, ist weiterhin unklar. Sie waren im September 2018 auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Wann die Ansprengversuche an der Fregatte "Karlsruhe" beginnen, ist weiterhin unklar. Sie waren im September 2018 auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Quelle: Behling, Frank
Anzeige
Berlin/Eckernförde

Hintergrund ist die im September formulierte Forderung aus dem Kreistag Rendsburg-Eckernfördes an die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, vor den Ansprengungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung vornehmen zu lassen und zu veröffentlichen. Diese von sechs Fraktionen getragene Resolution ließ von der Leyen (CDU) nun offenbar beeindruckt, in ihrer Antwort ging sie nicht auf die Forderungen ein. Die Politiker des Kreistags haben Sorge, dass Meerestiere - etwa Schweinswale - durch Druckwellen Schaden nehmen können.

Sprengungen auf unbestimmte Zeit verschoben

An der ausgemusterten Fregatte "Karlsuhe" im militärischen Sperrgebiet Schönhagen sollten ab Oktober Sprengungen vorgenommen werden, um Messdaten für den Bau künftiger Marineschiffe zu erhalten. Nach massiver Kritik wurde das auf drei Jahre angelegte Vorhaben Ende September auf unbestimmte Zeit verschoben. Es solle zunächst Einvernehmen mit dem Kieler Umweltministerium hergestellt werden, hieß es damals.

Die Verteidigungministerin beruft sich in ihrer Antwort an den Kreistag von Anfang November auf Begleiterhebungen von Bundeswehr-Experten bei ähnlichen Versuchen. Daraus gehe hervor, dass bei Ansprengungen „keine Umweltschäden festgestellt werden konnten“. Zudem würden Schweinswale vergrämt und Schonzeiten berücksichtigt.

Rix will Kleine Anfrage im Bundestag stellen

Sönke Rix reicht das nicht. Er verlangt volle Transparenz, deshalb werde er als Parlamentarier eine Kleine Anfrage an das Verteidigungsministerium stellen, um konkretere Angaben zu erhalten. So werde das Thema als Drucksache im Bundestag bekannt gemacht. Ob das etwas hilft, will er nicht versprechen. „Klar ist: Die Bundeswehr muss das Sprengen üben. Die Frage ist aber, ob es Orte gibt, wo das weniger Schaden anrichtet. Ich will nichts unversucht lassen, um die Diskussion darüber zu ermöglichen.“

15.11.2018
Tilmann Post 14.11.2018
Eckernförde Beim Promenadenfest 2019 - Strande sucht das Supertalent
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 27.11.2018