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Eckernförde Schlagkräftige Integrationsarbeit
Lokales Eckernförde Schlagkräftige Integrationsarbeit
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14:50 04.11.2018
Den Gegner immer fest im Blick: Glory Mayasi (rechts) vom BC 78 kämpfte in der Wulfsteerthalle in Eckernförde gegen den Dänen Torben Prusse. Quelle: Jan Torben Budde
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Eckernförde

 Ihm rinnt der Schweiß über das Gesicht. Sein Shirt ist mit blutigen Kampfspuren übersät. „Die sind vom Gegner“, sagt Boxer Glory Mayasi. Allerdings habe ihm der kleinere Torben Prusse durchaus zugesetzt. Aus den Lautsprecherboxen dröhnt der Rocky-Song „Eye Of The Tiger“.

Boxsportlegende Hartmut Jessen geehrt

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Bevor die 13 Kämpfe starteten, wurde die Eckernförder Boxsportlegende Hartmut Jessen geehrt. Er ist seit 1983 BC-Vorsitzender. Besonders ihm habe der Verein diese „tolle Erfolgsgeschichte“ zu verdanken, unterstrich Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel seine Verdienste. Er lobte zudem die Integrationsarbeit des Boxclubs, der schon hervorragende Sportler hervorgebracht habe. Dazu zählten schon Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern wie Armenien, Togo, Kasachstan oder dem Kongo. Jessen kündigte an, seine Arbeit fortzusetzen.

Boxer unter 18 Jahren tragen einen Kopfschutz

Und schon hieß es „Ring frei“. Wie BC-Trainer Mario Lorenzen erläuterte, müssen Boxer unter 18 Jahren einen Kopfschutz tragen. Glory Mayasi stieg daher, ebenso wie sein Gegner, ohne in den Ring - er ist 20 Jahre alt. Der Eckernförder boxt seit fünf Jahren. „In meinem ersten Kampf ging ich k. o.“, erzählte der Weltergewichtler (bis 69 Kilo), „aber ich habe nicht ans Aufhören gedacht.“ Wie er sich vor dem Kampf fühlt? Hat er Angst? „Diese Gedanken habe ich nicht“, winkte Mayasi ab. Der Boxer sprach von einer „positiven Aufregung“.

Von Jan Torben Budde

04.11.2018
Manuela Schütze 03.11.2018
Christoph Rohde 03.11.2018
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