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Eckernförde Lindhof wirbt für Bio-Regional
Lokales Eckernförde Lindhof wirbt für Bio-Regional
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09:07 02.03.2019
Von Cornelia Müller
Bio aus der Region vom Versuchsgut der Universität Kiel in Lindhöft: Astrid Döring und Heike Kühl (von links) füllen die frische Rindfleischsuppe mit Lindhof-Kartoffeln und Gemüse für die Kunden zum Testen in die Tassen. Quelle: Cornelia D. Mueller
Noer

Punkt 14 Uhr. Prompt geht die Tür auf, der erste Kunde betritt den Hofladen des Gutes im Noerer Ortsteil Lindhöft. „Riecht ja lecker!“, sagt er, schnuppert lächelnd in die Luft.

Bernhard Eick wohnt ganz in der Nähe. Am Morgen hat die Zeitungsnotiz „Probier mal“ gelesen. Schon taucht Astrid Döring, Leiterin des Bioladens, in den Wirtschaftsraum ab und füllt für den Stammkunden ein Tässchen mit dampfender Rindfleischsuppe.

Suppe von Jersey-Rind aus Lindhöft kommt an

Nach dem ersten Löffel strahlen dessen Augen. „Es darf glatt mehr sein“, sagt er scherzend. Ausnahmsweise gibt es Nachschlag im Schüsselchen. Hat ja kein anderer Kunde gesehen.

„Wir sind nicht geizig“, klärt Mitarbeiterin Heike Kühl auf. „Sabine Mues, die Chefin des Guts, hat am Abend zuvor einen Riesenpott Suppe gekocht. Aber nun sollen alle Kunden mal testen, wie ihnen Biofleisch direkt vom Hof schmeckt. Wir werben für das Regionalste vom Regionalen. Und das von besonderen Tieren.“

Dass die Kostprobe fein abgeschmeckter Suppe mit zarten Fleisch vom Jersey-Rind, Lindhof-Kartoffeln und Biogemüse von nebenan gratis ist, versteht sich. „Ich hätte gern bezahlt“, setzt Eick hinzu.

Kieler Uni-Bauerhof in Noer erforscht ökologische Nutztierhaltung

„Erstklassig. Sie brauchen mich nicht zu überzeugen. Ich kaufe mein Fleisch immer hier.“ Kühl, die nicht täglich im Laden ist, konnte das nicht ahnen.

Warum eine Werbeaktion auf einem Universitäts-Bauernhof, der wissenschaftliche Erkenntnisse über die ökologische Haltung von Milchkühen liefern soll und sich der Zucht des gefährdeten Angler Sattelschweins annimmt?

Betriebsleiterin Mues: „Neben der Forschung geht es darum, die Qualität dessen zu präsentieren, was ökologische Landwirtschaft nach neuesten Erkenntnissen, zu denen auch Wirtschaftlichkeit gehört, leistet. Jersey-Rinder erweisen sich als gute Milchkühe in ökologischer Haltung und liefern dazu hervorragendes Fleisch.“

Einmal im Monat gibt es freitags Kostproben aus der Bio-Küche

Fleisch und Speck vom Sattelschwein – eine alte Rasse fürs Freiland, die lange als fett und unwirtschaftlich galt – hat es längst auf die Teller von Gourmets geschafft. Einmal im Monat bieten Mues und Mitarbeiterinnen jetzt eine Freitagsverkostung an.

Jetzt hat sich das Geschäft gefüllt. Insa Schrader aus Kiel, die auf dem Heimweg von Dienst am Lindhof stoppt, lässt sich gern zu einer Tasse Suppe einladen. „Herrlich“, bestätigt sie. Sie wusste nichts von der Aktion, wollte ohnehin hier einkaufen.

Ingelore und Wilfried Tuschewski sind sogar aus Kiel gekommen. „Wir haben Schnitzel, Leberwurst, Rindfleisch bestellt“, erzählen sie. „Nachdem wir das Fleisch vom Uni-Bauerhof beim Hoffest entdeckt haben, sind wir Fans. Hier kann man sogar sehen, wie glücklich die Tiere im Freiland sind.“

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