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Eckernförde Sanierung startet in diesem Jahr
Lokales Eckernförde Sanierung startet in diesem Jahr
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07:40 04.02.2017
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Diese Ansicht zeigt von der Straße her, wie die Villa Hoheneck von drei Wohngebäuden eingerahmt werden soll. Quelle: Visualisierung Gisbert-K. Jungermann, Entwurf Jens Lassen/LPP
Altenholz

Geplant sind auf dem Gelände am Heinrich-Voß-Ufer neben dem Erhalt der Villa drei Wohngebäude mit bis zu 17 Wohnungen. Auch stilles Gewerbe ist möglich, zum Beispiel durch Anwälte oder Architekten. Ein Komplex wird dabei direkt ans alte Gebäude gesetzt. Die alte Villa soll das höchste Gebäude bleiben.

Allerdings muss noch ein Schallschutzproblem gelöst werden. Was die Hochbrücke angeht, liege die Villa im Schallschatten, erklärt der zuständige Architekt Jens Lassen. Es geht vielmehr um den Gewerbelärm, der vom Kieler Nordhafen auf der südlichen Kanalseite ausgeht. In seltenen Einzelfällen gab es nachts zu hohe Messwerte, hieß es dazu in der Gemeindevertretung.

Lärmproblem sei lösbar

Architekt Lassen erklärt, man stehe in Verhandlungen mit dem zuständigen Landesamt. Die Bandbreite möglicher Lösungen sei groß. Laut Lassen reicht sie von der Ausweisung des Areals als Mischgebiet, in dem andere Schallschutzwerte gelten, über eine Umorientierung der betroffenen Schlafzimmer-Fenster bis hin zu Scheiben, die nicht zu öffnen sind, mit technischen Lüftungsmöglichkeiten. „Das Problem ist lösbar“, sagt Lassen. Man habe bei dem Projekt, das sich an Technik- und Seefahrt-affine Nutzer richtet, schon anderes bewältigt.

„Alles, was machbar ist, setzen wir um“, sagt auch der Flensburger Eigentümer Sven Olsen. Er habe sich in der Vergangenheit für den Erhalt der Villa Hoheneck schon auf viele Kompromisse eingelassen, auch das Gespräch mit den Nachbarn gesucht: „Aber es macht keinen Sinn, jahrelang zu diskutieren.“ Olsen hofft, nun möglichst bald loslegen zu können – womöglich im Mai/Juni. Er spricht von einer „zurückhaltenden Planung, die die alte, schöne Lady in den Vordergrund stellt“. Auch Projektleiter Sönke Petersen setzt darauf, in diesem Jahr mit der Sanierung der Villa Hoheneck beginnen zu können.

Vom umfangreichen, teils alten Baumbestand bleiben fast nur die Platanen erhalten. 18 große Bäume müssen gefällt werden. Dafür sollen 26 neue gepflanzt werden – nicht auf dem Gelände, aber möglichst in der Nähe. Ein Nachbar hatte in der Einwohnerversammlung erklärt, sein Haus werde trotz veränderter Planung durch Gebäude verschattet. Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) wies darauf hin, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Es handele sich um einen Kompromiss, der auch wirtschaftlich sein müsse.

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