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Eckernförde Gettorfer mahnen gemeinsam zum Frieden
Lokales Eckernförde Gettorfer mahnen gemeinsam zum Frieden
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08:44 15.11.2019
Von Cornelia Müller
Sie erinnern am Volkstrauertag an die Opfer von Krieg und Gewalt. „Nichts ist so wichtig wie den Frieden bei zu erhalten und zum Frieden in der Welt beizutragen“, sagen Timea Aden (Bündnis für Demokratie), Pastorin Christa Loose-Stolten, Gerd Finke (Seniorenbeirat), die Schülerinnen Luisa Hinz, Celina Speeth und Ronja Schröder sowie Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (von links). Quelle: Cornelia D. Mueller
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Gettorf

Trotz des Grauenes in heute fast unvorstellbarem Ausmaß, das der von Deutschschland initiierte Krieg und der Rassismus auslösten, wird der Sinn des Volkstrauertags heute oft vergessen.

„Wir haben uns deshalb entschlossen, eine zentrale Gedenkveranstaltung mit Gottesdienst gemeinsam in der Kirche auszurichten“, fasst Pastorin Christa Loose-Stolten zusammen.

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„Eine Extra-Veranstaltung mit Reden am Ehrenmal im Park wird es erstmals nicht geben, wohl aber die offizielle Kranzniederlegung an dieser Stelle und eine anschließende Zusammenkunft bei einem Suppenimbiss im Schützenheim.“

Auch an Gedenktagen in Gettorf nahm die Zahl der Teilnehmer ab

Die Volkstrauertag einmal anders zu gestalten, hat eine Ursache auch darin, „dass tatsächlich immer weniger Menschen zu den Gedenkveranstaltungen kommen oder mit diesem Tag inhaltlich etwas verbinden“, erläutert die Pastorin.

Aber wer geht schon los, um die Kriegsgräber, die es auch in Gettorf gibt, zu besuchen und innezuhalten? Wer es tut, findet in Gettorf auch die Gräber ganz junger Opfer. Drei russische Kinder, die während des zweiten Weltkrieges in Gettorf getötet wurden, sind hier beerdigt. Die Grabinschriften sind auf Kyrillisch.

Louisa Hinz, Ronja Schröder (beide 16) und Celina Speeth (17) haben es getan. Freiwillig. Die Zehntklässlerinnen von der Isarnwohld-Schule in Gettorf wollten sich im Rahmen eines Schulprojekts im Wahlpflichtunterricht ein Thema suchen, „das nicht schon jemand gemacht hat“, erläutert Celina.

Gettorfer Schülerinnen machen Kriegsgräberfürsorge zum Thema

Am Thema Kriegsgräberfürsorge blieben sie hängen und suchten die Grabstätten auf, begannen damit, sie herzurichten. „Wir sind noch nicht ganz fertig“, erläutern sie. „Wir möchten die Gäber noch neu bepflanzen. Doch damit müssen wir warten. So werden wir unsere Arbeit erst abschließen, wenn Pflanzzeit ist.“

Was berührt sie besonders an dieser Arbeit? Louisa: „Neben dem Thema Frieden und den schrecklichen Bildern, man gleich im Kopf hat, muss man auch die politischen Folgen für mehrere Länder sehen. Das haben wir uns am Beispiel von Polen angesehen. Das Verhältnis zu Duetschland ist dadurch ja immer noch geprägt.“

Alle drei sind einig: „Wir haben durch das Projekt viel gelernt und verstanden.“ Die Mädchen werden auch im Gottesdienst am Sonntag sprechen – Ronja und Celina in Gettorf und Louisa in Schinkel, wo sie wohnt. Auch Schinkel gehört zur Kirchengemeinde Gettorf.

Korvettenkapitän Tanja Merkl spricht in Gettorf zum Thema Krieg

In die Predigt von Loose-Stolten in Gettorf ist auch Frau Korvettenkapitän Tanja Merkl aus Kiel vom Minensuchgeschwader in Kiel eingebunden.

Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU), Amtsdirektor Matthias Meins, Vertreter des Bündnisses für Demokratie, zu dem sich die politischen Fraktionen in der Gemeinde zusammengeschlossen haben, und Gerd Finke für den Seniorenbeirat leisten ebenfalls Beiträge während der zentralen Veranstaltung in der Kirche.

Auch wenn der diesjährige Volkstrauertag das Gedenken an den Kriegsausbruch 1939 und den deutschen Überfall auf Polen in den Fokus rückt, geht es allen Akteure auch um aktuelle Geschehnisse.

Gerd Finke, Vorsitzender des Seniorenbeirats Gettorf: „Wir schließen alle Gewaltopfer ein, auf der ganzen Welt. In den Nachrichten sind uns Kriege täglich präsent. Flucht und Vertreibung in anderen Ländern berühren auch uns in Deutschland unmittelbar.“

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