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Eckernförde Thema Vorkaufsrecht ist vom Tisch
Lokales Eckernförde Thema Vorkaufsrecht ist vom Tisch
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18:59 17.05.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Der historische "Gasthof zur Eiche" steht ebenso unter Schutz wie die Hauslinden davor. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Dänischenhagen

Detlev Koch, Technischer Leiter der Baugesellschaft Strande in Altenholz, die das etwa 4000 Quadratmeter große Areal erworben hat, erklärte, man warte nun die schriftliche Bestätigung ab. Dann gehe es „ganz in Ruhe“ an eine Planung für das Areal. Dabei laufe es auf eine Wohnbebauung hinaus. Darüber müsse man natürlich auch mit den Fraktionschefs sprechen.

Gebäude steht unter Schutz

Gasthof und Saalanbau stehen allerdings schon seit 1980 unter Schutz. Bei der sogenannten Nachqualifizierung von Kulturdenkmalen kam 2018 auch das Innere des Gebäudes hinzu. Nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege gehören dazu der tonnengewölbte Saal sowie seine „wandfeste Innenausstattung“. Auch die beiden Hauslinden vorne, deren Blattwerk sich gerade frischgrün entfaltet, stehen  unter Schutz.

Ein prägender Rest der alten Dorfkerns

Der „Gasthof zur Eiche“ gilt als eines der letzten prägenden Gebäude der alten Dorfkernarchitektur, war allerdings schon seit 2010 nicht mehr in Betrieb. Die Zukunft war zuletzt ungewiss. Sogar die Versteigerung drohte. Um die Entwicklung an dieser zentralen Stelle zu steuern, hatte die Gemeinde vor Jahren den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan aufzustellen. Dabei wurden verschiedene Varianten diskutiert. Doch der entscheidende Satzungsbeschluss fiel bislang nicht.

Das bedeutet, dass für das Areal derzeit Paragraf 34 des Baugesetzbuches gilt: Die Bebauung muss sich an der näheren Umgebung orientieren, die hier nach Angaben der Verwaltung einem Wohngebiet entspricht.

Gesprächsbereitschaft wird begrüßt

Die Behandlung nach Paragraf 34 sei „interpretatorisch immer schwierig“ und hänge letztlich von den Entscheidungen des Kreises ab, erklärt WIR-Fraktionschef Ingolf Scheffler. Er begrüßt die Ankündigung, dass der Investor den Kontakt zu den Fraktionsspitzen suchen möchte: „Wir sind jederzeit gesprächsbereit.“ Dänischenhagen habe mit seiner auf Einfamilienhäuser ausgerichteten Bebauung zuletzt vernachlässigt, auch Wohnraum für andere Zielgruppen zu schaffen.

SPD hofft auf Gasthof-Betrieb

Auch SPD-Fraktionschefin Ursula Liewert begrüßt die Ankündigung, wegen des „Eiche“-Areals das Gespräch mit der Gemeinde zu suchen. Für ihre Fraktion sei die wichtigste Frage, was mit dem denkmalgeschützten Gasthof passiert. Den wolle man gerne in seiner alten Funktion für das Dorf erhalten.

Allerdings sei zur Finanzierung eines solchen Projektes Wohnbau wichtig: „Und dann ist man wieder beim Lärmschutz.“ In der Tat: Schon vor drei Jahren hatte ein Lärmschutzgutachten ergeben, dass sich an dieser Stelle ein Gaststättenbetrieb und Wohnbebauung nicht vertragen. Das Zweitwichtigste aus SPD-Sicht ist nach Angaben von Ursula Liewert bezahlbarer Wohnraum – ob für junge Erwachsene oder Ältere.

CDU will zumindest Fassade erhalten

„Es ist immer gut, wenn man miteinander redet“, erklärt CDU-Fraktionschef Tim Gabrys. Angesichts der Erkenntnisse der Vergangenheit sei zu erwarten gewesen, „dass es auf Wohnbebauung hinausläuft“. Allerdings handele es sich dort um „keine 1A-Lage“: Dort fließt viel Verkehr, vor dem Areal gibt es zudem eine Bushaltestelle. Tim Gabrys hofft, dass zumindest die Fassade des historischen Gasthofs an diesem zentralen Ort erhalten bleibt. Er freue sich, wenn der Investor Kontakt mit der Gemeinde aufnehmen will.

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