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Eckernförde Starkes Wachstum im Kreditgeschäft
Lokales Eckernförde Starkes Wachstum im Kreditgeschäft
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16:12 07.01.2020
Von Christoph Rohde
Die Vorstände Frank Nissen (links) und Sönke Saß - hier vor dem historischen Tresor - bilanzieren das Geschäftsjahr 2019 der Eckernförder Bank. „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein“, sagen sie. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Nachdem im Vorjahr bei der Bilanzsumme die 400-Millionen-Grenze geknackt wurde, legte die Eckernförder Bank in 2019 noch eins drauf: 422,6 Millionen Euro weist das Geschäftsjahr jetzt aus. Deutlich über der Planung liegt das Kreditgeschäft. Die Forderungen an Kunden stiegen von 282,7 auf 299,2 Millionen Euro. „Ein erfolgreiches Kreditjahr“, kommentiert Saß.

Ein Plus von 16,5 Millionen Euro in diesem Bereich habe er in seiner Vorstandszeit noch nicht erlebt. Kredite wurden vor allem an Unternehmen vergeben. Das Geschäft wuchs hier stärker als im privaten Sektor. Insbesondere Neubauten und Erwerb unterstützte die Bank mit Darlehen. In der Landwirtschaft macht sich der Zukauf von Flächen bemerkbar, wenn kleine bäuerliche Betriebe ihren Hof aufgeben. 

Geldeinlagen steigen um über 20 Millionen Euro

Trotz der Null-Zins-Politik haben sich die Geldeinlagen vermehrt. Trugen die Kunden 2018 noch 311,9 Millionen Euro zur Eckernförder Bank, so waren es im vergangenen Jahr bereits 335,4 Millionen Euro. Der Trend geht hin zu kurzfristigen Einlagen – denn Zinsen gibt es kaum noch. „Bei dem aktuellen Niveau bekommen alle Kreditinstitute Probleme“, erläutert Saß. Bei größeren Summen werden mitunter schon Negativzinsen vereinbart.

Die Eckernförder Bank positioniert sich als regionales Institut in einer Nische. „Wir wollen für unsere Kunden vor Ort da sein“, so das Vorstandsmitglied. Das biete den Vorteil kurzer Entscheidungswege und schneller Beschlüsse. Nissen ergänzt: Nach der Finanzmarktkrise 2008/2009 sei das Vertrauen in das Institut gewachsen.

Regionale Bank will selbstständig bleiben

Das zeigt auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen der Genossenschaftsbank. Sie stiegen in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich von 8091 auf jetzt 8176 Mitglieder. Von weiteren Fusionen hält die Eckernförder Bank nichts. „Wir wollen selbstständig bleiben“, betont Nissen. Das Geschäftsgebiet reicht von Kappeln bis Kiel und umfasst neben der Hauptstelle in Eckernförde vier Filialen in Dänischenhagen, Gettorf, Kappeln und Kiel-Suchsdorf. Vergangenes Jahr wurden Kiel-Pries und Rieseby geschlossen und durch Geldautomaten ersetzt.

Die ehemalige Filiale in Rieseby sollen zum 1. April an einen Allgemeinmediziner langfristig vermietet werden, für Kiel-Pries werden noch Mieter für die Geschäftsräume gesucht. In Gettorf soll der Geldautomat im Gewerbegebiet Ravensberg bis Mitte Februar in den Edeka-Markt Johannsen integriert werden. In Rieseby ist ebenfalls der Geldautomat (mit Bareinzahlung) im Edeka-Markt mit untergebracht.

Aktuell sind keine Filialschließungen geplant

Aktuell sind nach Angaben der Bankvorstände keine weiteren Filialschließungen geplant. Neu wird Ende März ein Kundenservice-Center in Eckernförde eingerichtet, in dem Anfragen per Telefon und E-Mail sofort bearbeitet werden. Die Eckernförder Bank beschäftigt insgesamt 93 Mitarbeiter, darunter sieben Auszubildende.

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