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Eckernförde Sauna und Wellenbad schließen in Etappen
Lokales Eckernförde Sauna und Wellenbad schließen in Etappen
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14:00 14.06.2019
Von Christoph Rohde
Annedore Sievers, Finn Doorentz und Kevin Greve (von links) vom Wellenbad-Team helfen mit, die Sauna Hot Spot während der Schließung von Grund auf zu reinigen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die Sonne scheint, und im Hot Spot herrscht Hochbetrieb. Allerdings nur beim Reinigungsteam der Bäder-Fachkräfte. Die Bänke der oberen Schwitzkabine sind intensiv gesäubert und lagern zum Trocknen auf der Terrasse. Im Inneren der Sauna werden Holzwände mit einem speziellen Reinigungsmittel gewischt.

„Das machen wir alles mit eigenen Kräften“, erläutert Dietmar Steffens, Chef der Stadtwerke, die Sauna und Wellenbad betreiben. Siebeneinhalb Jahre nach der Eröffnung des Hot Spots sei der Zustand der Saunalandschaft gut, urteilt Badleiterin Kirsten Frotscher. Ein Lohn der jährlichen, dreiwöchigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten.

Über 20.000 Gäste schwitzen pro Jahr in der Sauna Hot Spot

Insgesamt fünf Saunakabinen, die Schneekabine und die Salzgrotte sollen wieder glänzen. Denn immerhin treffen sich hier über 20.000 Gäste im Jahr zum gesunden Schwitzen. Auf diese Zahl hat sich der Besuch inzwischen eingependelt. Während im Sommer meist genug Platz ist, stößt der Hot Spot an manchen Tagen im Winter an seine Kapazitätsgrenze. „Bei maximal 80 Gästen stoppen wir“, sagt Frotscher.

Erweiterungspläne gibt es derzeit keine. Ist die Umkleide zu voll, können Saunabesucher auch auf die Einrichtungen des Bades zurückgreifen. Nach wie vor beliebt sind die langen Sauna-Nächte. Die nächste folgt am 20. Juli unter dem Motto „Grillen und Chillen“.

Im Herbst wird das Wellenbad für 600 000 Euro saniert

Teuer wird es für die Stadtwerke, wenn im Herbst die Instandsetzungsarbeiten im Wellenbad anlaufen. 600.000 Euro nehmen sie dafür in die Hand, 250.000 Euro davon fließen als Fördermittel des Landes. Die lange Schließzeit vom 21. Oktober bis 20. Dezember ist vor allem in der aufwendigen Decken-Sanierung begründet. „Die abgehängte Decke muss komplett erneuert werden, dafür brauchen wir hohe Gerüste“, erklärt Steffens.

Sauna und Restaurant bleiben während der Arbeiten geöffnet. Weiter erhält das Wellenbad eine Wärmerückgewinnung für die Lüftung, mehr LED-Leuchten und neue Pumpen. Dass die Schließung auf den Herbst fällt, begründet Steffens damit, dass bei schlechtem Wetter in der Saison für die Touristen eine Alternative bereitgehalten werden müsse. Noch unter laufendem Betrieb soll im Sommer die Fassade des Eingangsbereichs zum Kurpark hin energetisch saniert werden.

Fünf Auszubildende lernen den Beruf der Fachkraft für Bäderbetriebe

Über 20 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende, sorgen dafür, dass Bad und Sauna funktionieren. Bei Wellengang sind jeweils zwei Fachkräfte für die Aufsicht gefordert. Trotz einer guten Auslastung bleibt die Schwimmhalle ein Verlustbetrieb.

Das Minus von 1,8 Millionen Euro im Jahr wird durch den steuerlichen Verbund mit den Stadtwerken um 600.000 Euro geschmälert. Das Bad stammt aus dem Jahr 1974 und wurde in den 1990er-Jahren grundsaniert. Eine schon einmal angedachte Erweiterung um ein zweites Becken ist in der Politik derzeit kein Thema.

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