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Eckernförde Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro
Lokales Eckernförde Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro
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06:00 20.11.2018
Von Christoph Rohde
Zur Geburtsstunde des Festivals 2007 kamen gerade einmal 5000 Besucher. Inzwischen zählt Green Screen 40 000 Film-Fans über das ganze Jahr. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Eckernförde

Eine Studie hatte 2011 für Green Screen einen Faktor von 4,84 ermittelt. Das heißt: Für jeden Euro, der für das Festival ausgegeben wird, kommt – gerundet – das Fünffache zurück. Bei einem Etat von 300<VG>000 Euro bedeutet das eine Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro, die laut Behrens überwiegend in der Region verbleibt.

Wichtiger Treffpunkt für Naturfilmschaffende

Die Bedeutung des Festivals liegt allerdings nicht im Geld. Green Screen führt Filmemacher und Produzenten zusammen. Bei den sogenannten Pitching-Seminaren, einer Ideen-Börse für künftige Filme, und bei den vielen Gespräche am Randes des Festivals, wird so manche Produktion vereinbart. Eckernförde habe sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte für Naturfilmschaffende im deutschsprachigen Raum entwickelt, betonte Behrens. Er würde sogar vermuten, das jeder zweite deutschsprachige Naturfilm seinen Ausgang im Ostseebad nehme.

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Einer der bekanntesten "Geheimtipps" im Norden

Doch was wären Filme ohne Zuschauer. Hier hat Green Screen seit seinem Start 2007 eine fulminante Entwicklung hingelegt. Aus 5000 Filmbegeisterten zur Geburtsstunde wurden knapp 40<VG>000 in diesem Jahr, darunter ein Viertel Schulkinder, die 122 ausgewählte Filme sahen. Eine Studie im Auftrag der Tourismusagentur Schleswig-Holstein ergab, dass Green Screen hinter den Husumer Krabbentagen, dem Kitesurf-Cup Fehmarn und dem Biikebrennen an der Nordsee der bekannteste „Geheimtipp“ im Land zwischen den Meeren sei.

Mit relativ kleinem Etat Großes auf die Beine gestellt

Die Stadt Eckernförde weiß um das Potenzial des Festivals und fördert es jährlich mit 50<VG>000 Euro. 40<VG>000 Euro gibt das Land dazu, und der Rest kommt über Spenden, Sponsoren, Mitgliedsbeiträge und Eintrittsgelder zusammen. Mit einem verhältnismäßig kleinen Etat von 300<VG>000 Euro stellt Green Screen Großes auf die Beine. „Die Naturfilmbranche weltweit hat uns im Blick“, sagte die Fördervereinsvorsitzende Ulrike Lafrenz.

Dem professionellen Anspruch auch künftig gerecht werden

Die Herausforderung der kommende Jahre sei es, dem professionellen Anspruch gerecht zu werden. Dabei sei das Festival froh über jegliche Unterstützung, betonte Lafrenz. Besondere Anerkennung verdienten neben den Mitarbeitern des Festivalbüros die 150 ehrenamtlichen Mitstreiter, so die Fördervereinsvorsitzende, aber auch alle Eckernförder. Der Ausschussvorsitzende Thorsten Peuster (SSW) regte an, dass die Stadt die Kosten für die Schülertickets übernehmen könnte. Green Screen will dazu ein Konzept ausarbeiten.

Cornelia Müller 19.11.2018
19.11.2018
Sebastian Ernst 19.11.2018