Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Wie sicher ist die Küste?
Lokales Eckernförde Wie sicher ist die Küste?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 06.01.2017
Von Christoph Rohde
Michael Packschies zeigt das von der TU Hamburg/Harburg erarbeitete Hochwasserszenario für Eckernförde bei einem Wasserstand von 2,45 Meter über Normal Null. Blau sind die Überflutungsgebiete des untersuchten Innenstadtraums dargestellt. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Als Anfang Dezember im Bauausschuss die Studie des Lübecker Ingenieurbüros Lehners + Wittorf vorgestellt wurde, ahnte noch niemand, dass die Stadt bereits in der Nacht zu Donnerstag auf eine erste Probe gestellt werden sollte. Michael Packschies, Leiter der Abteilung für Naturschutz und Landschaftsplanung, hat während des Hochwassers bei einer Pegelhöhe von 1,67 Meter über Normal Null (NN) die Schwachstellen entlang der Uferlinie dokumentiert. Auffällig dabei: Das Wasser trat bis auf wenige Stellen noch nicht über die Ufer, es wurde aber aus Gullys an tiefer gelegenen Stellen der Hafenpromenade und am Borbyer Ufer hochgedrückt. Auch durch Öffnungen für die Niedergänge an der Borbyer Ufermauer sickerte die Ostsee.

 „Wenn bei einer Winddrehung die Welle dazu gekommen wäre, wäre das Wasser noch weiter vorgedrungen“, sagt Packschies. Verwaltungsintern wird derzeit diskutiert, welche Stadtbereiche zu den Hochwasserrisikogebieten gehören, was vorgeschrieben ist und was sich wie baulich umsetzen lässt. Seit September gilt das überarbeitete Landeswassergesetz. Dass im Risikogebiet HW 200 (Hochwasser alle 200 Jahre mit einem Pegel für Eckernförde von 2,45 Meter) neue bewohnte Flächen 3,50 Meter und Gewerbeflächen drei Meter über NN liegen müssen, ist inzwischen nicht mehr nur empfohlen, sondern eine Forderung. Diese beißt sich im Ostseebad allerdings mit dem Wunsch nach Barrierefreiheit und dem Altstadtbild. Dazu laufen jetzt Gespräche mit den Landesbehörden. Das Risikogebiet HW 200 umfasst weite Teile des historischen Quartiers.

Bereits Anfang Februar greift in Eckernförde eine Küstenschutz-Maßnahme, die gleichzeitig dem Tourismus dient. Wie berichtet, soll der Strandabschnitt Am Dang und teils auch der Strand Höhe DLRG-Hauptstation aufgeschüttet werden. Dafür kommen 6000 Kubikmeter Sand aus Baggerarbeiten vor Aschau-Lagune zum Einsatz. Am Dang ist inzwischen die schmalste Stelle des Kurstrands. Laut Packschies liegt hier das Deckwerk unterhalb der Promenade teils bereits frei. Höher wird der Strand mit der Aufschüttung nicht, aber breiter, um Wellen zu bremsen.

Glimpflich ist das Ostseebad Eckernförde beim Hochwasser in der Nacht zu Donnerstag davongekommen. War anfangs ein Wasserstand von 1,50 Meter über Normal Null vorhergesagt, so kletterte der Pegel gegen 23 Uhr auf bis zu 1,70 Meter.

Christoph Rohde 05.01.2017
Eckernförde Neuer Verordnung in Eckernförde Ärger mit der Müllvermeidung

Nach dem Plastiktüten-Desaster während des RSH-Kindertags 2015 holte die Politik in Eckernförde zum Rundumschlag aus. Seit 1. Januar ist die Satzung zur Müllvermeidung bei Veranstaltungen auf städtischem Grund in Kraft. Betroffen ist auch der Wochenmarkt. Doch im Detail hakt es mächtig – viele Marktbeschicker und Kunden reagierten mit Kopfschütteln.

Christoph Rohde 04.01.2017

Bei einem Unfall auf der Landesstraße 27 zwischen Barkelsby und Rieseby wurden fünf Personen am Dienstagnachmittag leicht verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus nach Eckernförde gebracht.

KN-online (Kieler Nachrichten) 04.01.2017