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Eckernförde Gemeinden beruhigt Verschiebung des Regionalplans nicht
Lokales Eckernförde Gemeinden beruhigt Verschiebung des Regionalplans nicht
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21:35 16.01.2019
Von Cornelia Müller
Denkpause für den Regionalplan Windenergie? Die Gemeinden rund um Eckernförde, die kritisch Stellung bezogen haben, sind auch jetzt nicht sicher, ob ihre Wünsche berücksichtigt werden. Quelle: fpr: Frank Peter
Osdorf

Bürgermeister Helge Kohrt (SPD) aus Osdorf sagt: „Gut ist, dass man den Planentwurf überdenken muss. Aber es schwebt weiter Unsicherheit über uns. Der mögliche Investor könnte eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Uns geht es darum, dass Neubürger beim Grundstückskauf nichts von einem Vorrangebiet wissen konnten. Ich bedaure, dass die Förderung von Solarflächen zurückgefahren wurde. Die Gemeinde würde sofort Dächer damit ausrüsten. Die Energiewende muss auf mehr Füßen stehen.“

Gettorf und Tüttendorf wollen ihre Entwicklungsplanung nicht eingeschränkt sehen

Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) aus Gettorf ist froh, „dass die Fläche zwischen Osdorf und Gettorf nun weniger sicher scheint. Für die Ortsentwicklungsplanung wäre sie ein Hemmschuh.“

Wolfgang Kerber (WdGT), Bürgermeister von Tüttendorf: „Die uns betreffende Fläche im Planentwurf geht über das im F-Plan ausgewiesene und für Windenergie genutzte Areal hinaus. Das werden wir weiter ablehnen. Aufschub heißt nicht, dass die Variante nicht doch kommt oder kein Investor die Sondergenehmigung erhält. Gleichzeitig hofft die Kiel-Region im Siedlungsraum bis Gettorf auf mehr Bauland und Wohnraum. Das widerspräche sich.“

Schwedeneck setzt auf Entgegenkommen im Fall einer Sondergenehmigung

Für Schwedeneck bewertet Jörg Weimer (SPD), Vize-Bürgermeister: „Wir sehen es differenziert. Wir wollen ein Höhenlimit für Anlagen, 1000 Meter Abstand zu allen Ortsteilen, die Abschaltung zur Vogelflugzeit. Der Investor wird wohl die Sondergenehmigung anstreben, hatte aber Entgegenkommen signalisiert. Wir hoffen, dass unsere Vorgaben dann Gehör finden.“

Rieseby fürchtet um Wirtschaftlichkeit kleinerer Anlagen

Für den geplanten Windpark in Rieseby könnte die Verschiebung ein Ergebnis bringen, das sich Projektkritiker nicht wünschen. „Für das Vorhaben gibt es Wirtschaftlichkeitsgutachten für verschiedene Windradhöhen. Der Bau von 150-Meter-Anlagen wäre laut Papier nur noch in diesem Jahr oder 2020 rentabel“, weiß Gunnar Bock, Amtsdirektor des Amtes Schlei-Ostsee. Durch die Planverzögerung bliebe den Investoren gemäß Gutachten nur noch die Möglichkeit, mindestens 180 Meter hohe Anlagen zu bauen.

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