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Eckernförde „Wir bewegen etwas“
Lokales Eckernförde „Wir bewegen etwas“
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18:50 24.01.2017
Von Uwe Rutzen
Wolfram Splittgerber, Falk Buettner, Ursula Wedler und Thomas Lilie (von links), Sprecher der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“, hoffen für den anstehenden Bürgerentscheid auf eine große Beteiligung und wünschen sich, dass die Mehrheit der Wahlberechtigten eine wasserseitige Bebauung an der Gaehtjestraße ablehnt. Quelle: Uwe Rutzen
Eckernförde

Die leeren Schnapsflaschen, die achtlos in die Grünanlagen geworfen wurden, sind nicht zu zählen. Ursula Wedler, Falk Buettner, Thomas Lilie und Wolfram Splittgeber stehen fassungslos davor. „So soll das natürlich nicht aussehen“, sind sich die vier Sprecher der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ einig. Sie wünschen sich für den ufernahen Bereich an der Gaehtjestraße, der seit langem als Trinkertreff bekannt ist, eine gepflegte und idyllische Anlage mit viel Platz zum Verweilen. Die örtliche Politik will hingegen anderes, nämlich eine wasserseitige Bebauung. Weil sich beide Seiten nicht einigen können, soll der Bürgerentscheid am Sonntag, 5. Februar, eine verbindliche Antwort liefern.

 Das hört sich in dieser kurzgefassten Form ganz einfach an. Die Wirklichkeit ist allerdings eine andere. Und sie erfordert einen Rückblick ins Jahr 2012. Da gründete sich nämlich die Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“, weil zahlreiche Einwohner der Stadt sich nicht mit „charakterlosen Neubauten“ in der alten Fischerstadt anfreunden konnten. Zunächst von der Politik belächelt, hat sich die Initiative im Laufe der Jahre zu einer immer stärker werdenen Gruppierung entwickelt, die mittlerweile eine Reihe von Erfolgen aufzuweisen hat. So kann sie sich die Erstellung einer Ortsgestaltungssatzung ebenso auf die Fahnen schreiben wie die Schaffung eines aus anerkannten Fachleuten bestehenden Planungs- und Gestaltungsbeirates. „Wir bewegen etwas“, fasst Ursula Wedler das Erreichte in gerade mal drei Worten zusammen. Das freut viele, aber längst nicht alle. Die Kontroverse mit Politik und Verwaltung ist unübersehbar und vor allem in den Sitzungen des Bauausschusses auch unüberhörbar. Dort stellen die Vertreter der Initiative vielfach unbequeme Fragen, auf die es längst nicht immer die erhofften Antworten gibt.

 Dass das Verhältnis zur Politik und in Teilen auch zur Verwaltung nicht unbedingt das Beste ist, räumen die Sprecher der Bürgerinitiative ein. Dass auch sie Fehler gemacht haben, lassen sie in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt. „Da hat sich einiges aufgeschaukelt“, gesteht Thomas Lilie ein. Zahlreiche Versuche, sachlicher und konstruktiver miteinander umzugehen, waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt. „Wir waren immer gesprächsbereit, denn an Konflikten war uns nie gelegen“, betont Falk Buettner und schiebt damit der Politik den „schwarzen Peter“ zu.

Die Bürgerinitiative hat aus diesen Erfahrungen ihre Konsequenzen gezogen und ein Bürgerbegehren in Gang gesetzt. Mehr als 3100 Unterschriften wurden in den vergangenen Monaten gesammelt. Deutlich mehr als für einen Bürgerentscheid erforderlich. Am 5. Februar soll sich nun durch die Stimmabgabe der Eckernförder entscheiden, ob zunächst für den Zeitraum von zwei Jahren eine wasserseitige Bebauung an der Gaehtjestraße verhindert werden kann.

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