Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Wo Radfahrer in Altenholz künftig die Wahl haben
Lokales Eckernförde Wo Radfahrer in Altenholz künftig die Wahl haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 04.02.2020
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Dieser Abschnitt an der Altenholzer Straße soll künftig möglichst als Vorfahrtsstraße ausgewiesen werden: Denn an der Kreuzung mit der Ahornallee wird immer wieder die Rechts-vor-Links-Regelung missachtet.  Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Altenholz

Sie müssen es allerdings nicht, dürfen in der Tempo-30-Zone auch weiterhin auf dem Gehweg fahren. Dort fühlen sich manche ja auch sicherer. Dann gilt künftig allerdings in diesen Bereichen: Schritttempo beim Radeln auf dem Gehweg – und Fußgänger haben Vorrang. Kinder bis zehn Jahre dürfen ohnehin auf dem Gehweg fahren, bis acht Jahre müssen sie es sogar.

Thema im nächsten Bauausschuss

Die Umstellung ist Thema einer Mitteilung im nächsten Bauausschuss. Demnach sind in Tempo-30-Zonen bereits seit 2001 keine benutzungspflichtigen Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen mehr erlaubt. „Viele Kommunen sind dieser Vorgabe inzwischen nachgekommen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Auch Altenholz will das umsetzen, nachdem ein Bürger die Verwaltung auf die Regelung aufmerksam machte.

Betroffen davon ist der Ostpreußenplatz im Ortsteil Stift ab der Einfahrt Allensteiner Weg sowie die Klausdorfer Straße ab der Einmündung von der Altenholzer Straße bis zur Einmündung Struckbrook/Willy-Busch-Straße. Auch in der Tempo-20-Zone auf der Altenholzer Straße am Einkaufszentrum zwischen den Kreiseln Am Buchholz und Aukamp soll die Benutzungspflicht aufgehoben werden.

Ab Dataport soll Altenholzer Straße Vorfahrt bekommen

Im weiteren Verlauf dieser Straße möchte die Gemeinde allerdings die Gelegenheit nutzen, gewissermaßen die Vorgaben der Realität anzupassen: Die Verwaltung möchte die Altenholzer Straße ab Dataport und bis zur Einmündung in die Klausdorfer Straße zur Vorfahrtstraße umwidmen lassen. Die Straßenverkehrsbehörde wird bei einer geplanten Verkehrsschau vor Ort prüfen, ob sich dieser Bereich dafür eignet.

Oft fahren Autos hier schneller als 30 km/h

Tatsächlich wird hier mit dem Auts schon jetzt oft schneller gefahren als die erlaubten 30 km/h. „Die Polizei hat keine Bedenken gegen eine Erhöhung der Geschwindigkeit, auch weil in diesem Bereich die Höchstgeschwindigkeit meist nicht eingehalten wird“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dazu trägt womöglich auch die hier sehr breit ausgebaute Straße mit ihren Radwegen auf beiden Seiten bei.

Bei der Umwidmung in eine Vorfahrtstraße könnte man hier auch die Benutzungspflicht für Radler beibehalten, so die Verwaltung.

Kreuzung Ahornallee soll entschärft werden

Zudem gibt es noch einen Gefahrenpunkt, den man entschärfen möchte: den Kreuzungsbereich mit der Ahornallee. Eigentlich gilt hier rechts vor links. Doch nach Angaben der Polizei kommt es dort immer wieder zu Verstößen.

Gerade wer auf der breiten Altenholzer Straße unterwegs ist, scheint schon mal zu vergessen, dass Autos, die von rechts aus der Ahornallee kommen, Vorfahrt haben. Weil es immer wieder zu Verstößen und auch zu Unfällen kommt, kontrolliert die Polizei an dieser Stelle häufiger den Verkehr. 

"Gefährliche Zwischenfälle" auch in der Klausdorfer Straße

Eine Entschärfung erhofft sich die Verwaltung auch für die Klausdorfer Straße im Bereich zwischen Struckbrook und Kronsberg/Regenbrook: Auch dort komme es immer wieder zu „gefährlichen Zwischenfällen“. Wenn Anwohner ihre Grundstücke mit dem Auto verlassen, sei die Sicht durch Hecken oft eingeschränkt. Zudem seien Radler, vor allem aus  Richtung Struckbrook, oft recht schnell unterwegs – auch, weil der Weg abschüssig ist.

Der Bauausschuss Altenholz tagt am Montag, 10. Februar, ab 17.30 Uhr im Rathaus. Weitere Themen sind unter anderem die Ortsentwicklungsplanung, der Ruheforst Knoop und der Breitbandausbau.

Mehr Nachrichten aus der Region Eckernförde lesen Sie hier.

Holperstraßen, löchrige Gehwege, alte Leitungen: Gettorfs Straßen haben Schäden, deren Sanierung in zweistellige Millionenbeträge geht. Einige der 80 Gemeindestraßen müssen von Grund auf erneuert werden. In der Christianstraße steht die erste große Kur an. Anlieger müssen erstmals nicht zuzahlen.

Cornelia Müller 03.02.2020

Soll Eckernförde zur Smart City werden oder die elektromagnetische Strahlenbelastung begrenzen? 45 Bürger aus Eckernförde und Umgebung wünschen sich eine breite Diskussion darüber. In einem offenen Brief an die Stadt verweisen sie auf unkalkulierbare gesundheitliche Risiken durch einen 5G-Ausbau.

Christoph Rohde 03.02.2020

Es tut sich was am denkmalgeschützten Kiosk am Vogelsang. Nach der Brandstiftung vor zwei Jahren läuft der Wiederaufbau auf vollen Touren. Dienstag sollen die Arbeiten am neuen Reetdach abgeschlossen werden.

Christoph Rohde 03.02.2020