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Eckernförde Wo gibt es noch Neubaugebiete?
Lokales Eckernförde Wo gibt es noch Neubaugebiete?
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11:09 29.08.2019
Von Tilmann Post
Es wird gebaut, was das Zeug hält. Zum Teil kommen die Gemeinden nicht mit der Ausweisung neuer Baugebiete hinterher. Quelle: Tilmann Post
Schwedeneck/Lindau

„Der Druck ist enorm“, bestätigt Schwedenecks Bürgermeister Sönke-Peter Paulsen (CDU). Im Ortsteil Surendorf seiner Gemeinde befindet sich das künftige Neubaugebiet „Kobargsche Koppel“ in der Vorbereitung. 33 Wohneinheiten in Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen dort voraussichtlich ab Herbst 2020.

„Die Nachfrage ist bereits jetzt groß, die Fläche wird sich schnell füllen“, ist sich Paulsen sicher. Mit dem Angebot ist Schwedeneck derzeit ohnehin weitgehend konkurrenzlos im östlichen Teil des Dänischen Wohlds, von wo es nur ein Katzensprung nach Kiel ist.

Während das Ostseebad Strande den Weg der Nachverdichtung in den bestehenden Siedlungen geht, haben sich Baugebiete in Dänischenhagen bereits in den vergangenen Jahren gefüllt. Auch in Noer ist das letzte Grundstück auf dem Areal „An der Steilküste“ gerade verkauft worden. Die meisten Häuser stehen dort bereits.

Keine Bauflächen in Altenholz absehbar

Auch in Altenholz herrscht Ruhe. „Derzeit ist nicht absehbar, ob es in Altenholz in den nächsten zwei Jahren weitere Bauflächen geben wird“, teilt Bürgermeister Carlo Ehrich mit. In den Fraktionen bestehe offenbar mehrheitlich der Wunsch, zunächst über Grundzüge künftiger Bauleitplanung und der Ortsentwicklung zu sprechen.

Selbst Gettorf verschnauft nach einem enormen Wachstum. Zurzeit besteht lediglich der vage Plan, einmal die ehemalige Rollschuhbahn an der Kieler Chaussee zu bebauen. Etwas weiter sind die Lindauer, die unter anderem das ehemalige HaGe-Gelände für Eigenheime ausgewiesen haben.

Baustart soll 2020 sein. Wie viele Grundstücke zur Verfügung stehen und was der Quadratmeter kosten soll, muss noch geklärt werden. Auch Schinkel will sich mit einem Gebiet an der Hauptstraße entwickeln, die Bauleitplanung steht aus.

Interaktive Karte: Die Baugrundstücke im Altkreis Eckernförde in der Übersicht

Neubau-Hype zeigt sich an der Schiefkoppel in Eckernförde

Die „Hot Spots“ für Bauherren liegen ohnehin weiter westlich. Allen voran Eckernförde mit dem Gebiet Schiefkoppel Süd, das allein 140 Grundstücke bietet. An der Nachfrage zeigt sich der Neubau-Hype, denn die Warteliste übersteigt das Angebot um ein Vielfaches.

Dabei ist die Fläche im Westen des Ostseebads noch nicht einmal erschlossen. Häuslebauer können voraussichtlich 2021 loslegen. Einen Boom erleben zahlreiche Gemeinden in den Hüttener Bergen.

In Osterby und Groß Wittensee sind von insgesamt mehr als 50 Grundstücken nur noch wenige frei. In kleinerer Stückzahl ist Bauland voraussichtlich Ende 2019 in Damendorf und Brekendorf zu haben.

Rieseby muss erst Kläranlage erweitern

Auch auf der Halbinsel Schwansen ist die Nachfrage groß, wie Gunnar Bock sagt, Leiter des Amtes Schlei-Ostsee. Aber: „In der Vergangenheit war häufig die landesplanerisch begrenzte Entwicklungsmöglichkeit ein Hemmschuh für die meisten Gemeinden“, so Bock. Das sei gelockert worden, sodass wohl wieder mehr Bauland möglich werde.

In anderen Orten werde debattiert, ob ein Wachstum nach außen angesichts des Flächenverbrauchs ökologisch sinnvoll sei. Es gebe aber auch Grenzen in der Infrastruktur. „Unsere größte Gemeinde Rieseby muss erst ihre Kläranlage erweitern, bevor zusätzliche Wohngebiete ausgewiesen werden können.“

Ein ähnliches Problem sieht Sönke-Peter Paulsen. Mit Neubaugebieten kommen oft Familien, die einen Kindergarten benötigen – die Betreuungskosten belasten die Gemeinde-Etats wiederum stark. Das sei zwar kein Grund, auf die Gebiete zu verzichten, zeige aber, dass Wachstum maßvoll sein muss.

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