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Eckernförde Wohnpark: Neue Besitzer, alte Wünsche
Lokales Eckernförde Wohnpark: Neue Besitzer, alte Wünsche
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13:05 14.02.2020
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Die Apartmenthäuser "Westside Living" neben der Fachhochschule Altenholz (rote Dächer) und dem Handball-Leistungszentrum des THW Kiel (Mitte) haben ab März einen neuen Besitzer. Der Immobilienmakler Dieter Kopplin hat den Wohnpark übernommen. Quelle: Ulf Dahl
Altenholz

Das ist allerdings nicht so einfach möglich: Laut Bebauungsplan sind hier immer noch „Verwaltung und Studentenwohnpark“ vorgesehen, erläuterte Bürgermeister Carlo Ehrich im Bauausschuss. Zwar war die Gemeinde auch gegenüber den Vorgängern bereit, 15 Prozent der Betten an Boardinghouse-Gäste wie Handwerker zu vergeben. Schließlich hatten die Besitzer auch auf eigene Kosten Parkplätze geschaffen, die das Quartier entlasten.

Politik will hier kein Großhotel

Dennoch formulierte Silke Worth-Görtz (Grüne), was man in dem ohnehin schon intensiv genutzten Quartier mit Dataport und dem Handball-Leistungszentrum des THW Kiel nicht möchte: ein Großhotel. Dieter Kopplin, der bundesweit Immobilien besitzt, versicherte, man wolle die Anlage wie bisher als Studierenden-Wohnheim betreiben, plane dafür auch einige Verbesserungen.

„Wir sind kein entfernter Fonds, sondern jederzeit erreichbar“, erklärte er. Eine gewisse Hochschul-Affinität bestehe zudem: Zum Unternehmen gehört die Alte Feuerwache in Kiel, in der auch Studierende leben. 

Eigentlich sollen hier Studierende wohnen

Der Wohnpark soll zu den bisherigen Preisen fortgeführt werden. Im Apartmentpark soll es etwa 250 Stellplätze geben, die Häuser bieten 230 Betten. Das Unternehmen bot dennoch an, in Altenholz auf dem Schotterparkplatz eine Parkpalette zu bauen, um die Parkplatznot im Quartier zu mildern.

Um die Leerstände zu lindern und eine Wirtschaftlichkeit des Wohnparks zu sichern, möchte man aber in der vorlesungsschwachen oder -freien Zeit nicht belegte Betten für einen Apartment- und Boardinghouse-Betrieb nutzen.

Diese werden – im Gegensatz zu einem Hotel – meist längerfristig gebucht, zum Beispiel von Handwerkern. Zudem bestehe bei Dataport Nachfrage für Schulungsgäste. Und auch die Handballer wollten die Anlage nutzen. „Längerfristig“ kann man sich auch noch einen Neubau auf der Grünfläche am Waldrand für Studierende oder Boardinghouse-Nutzer vorstellen. 

Neuer Besitzer hatte schon Kontakt zur Fachhochschule

„Wir bitten um eine Bebauungsplan-Änderung in unserem Sinne, aber auch im Sinne der Fachhochschule“, bat Dieter Kopplin, der bereits Kontakt zum FH-Präsidenten Jens T. Kowalski geknüpft hat. Die Reaktion im Bauausschuss war gemischt, auch durch die Erfahrungen der Vergangenheit, als Zimmer über Online-Hotelportale buchbar waren.

„Wir sind kein Hotelbetreiber“, versicherte Dieter Kopplin: „Es geht um eine sinnvolle Nutzung der Leerzeiten – und natürlich muss man das irgendwo anbieten.“ Die Ausschussvorsitzende Karen Weisheit (CDU) verwies unter anderem auf Konflikte mit Anwohnern, deren Straßen zumindest in Spitzenzeiten immer noch zugeparkt sind.

Geteiltes Echo auf die Pläne

Philipp Neuenfeldt (FDP) fand es gut, jemanden zu haben, der Kurzzeitwohnen anbieten möchte. „Man muss das als Gemeinde doch nicht hinterfragen“ – gegebenenfalls lege der  Unternehmer eben „eine Bauchlandung hin“. Auch Stefan Bahr (AWG) kann sich eine Nutzung in ruhigen Zeiten und die Parkpalette vorstellen.

Ingo Baasch (SPD) erklärte, erst wenn Unterlagen vorlägen, könne man entscheiden. „Wir müssen klar festlegen, was wir da wollen“, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) auf Anfrage.  Verstöße dagegen müssten mit klaren Strafen belegt werden. 

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