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Eckernförde Bauschulprofessor ist neuer Vorsitzender
Lokales Eckernförde Bauschulprofessor ist neuer Vorsitzender
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19:20 12.12.2019
Von Christoph Rohde
Wolfgang Linden (2. v. re.) ist neuer Vorsitzender des Fördervereins St.-Nicolai-Kirche. Eingerahmt wird er (v. li) von Kassenwart Andreas Bock, dem 2. Vorsitzenden Roland Otto und Pastor Dirk Homrighausen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Der stellvertretende Vorsitzende Roland Otto hatte die Vereinsgeschäfte zuvor kommissarisch geführt. Jetzt wird er entlastet. Linden war der einzige Kandidat, der sich zur Wahl gestellt hatte, und er ist in Eckernförde kein Unbekannter. Der Bauschulprofessor unterrichtete lange Jahre am Fachbereich Bauwesen am Lorenz-von-Stein-Ring, bevor er vor 13 Jahren mit dem Abzug der Bauschule in Lübeck tätig wurde. Seine Heimat aber blieb Eckernförde. „Ich wohne seit 25 Jahren in Borby.“

Spross einer Orgelbauer-Familie

Zum jüngsten großen Förderprojekt des Vereins, der Sanierung und Modernisierung der historischen Heßler-Orgel, hat Linden eine besondere Beziehung. Er stammt aus einer Familie, der Orgelbauer angehörten. Groß geworden ist er in Köln. Und der Katholik betonte: „Ich gehe genauso gerne in die katholische wie in die evangelische Kirche.“ Weil in St. Nicolai weiterhin Sanierungen anstehen, können die Kenntnisse des Spezialisten für Baustoffe und Bauphysik der Gemeinde zugute kommen. Zwar ist das Gros der Kirchensanierung bereits bewältigt. Doch stehen weitere Aufgaben bevor.

Weitere Sanierungsprojekte warten

Nach dem Kirchengebäude und der Orgel warten noch die Gruftanlage, zwei Stein-Epitaphe und Deckenmalereien auf ihre Restaurierung. Linden will dafür seine Kontakte zur Stiftung Denkmalschutz weiter ausbauen, aber auch andere Töpfe anzapfen, um Fördergeld zu akquirieren. Ein weiteres Ziel ist die Werbung neuer Mitglieder. Einstimmig wurde der Kandidat zum Vorsitzenden des Fördervereins St.-Nicolai-Kirche für zwei Jahre gewählt. Um den Vorstand zu komplettieren, soll in der nächsten regulären Mitgliederversammlung noch ein neuer Schriftführer gefunden werden.

Verein unterstützte Orgel-Instandsetzung

Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski dankte dem Verein für die Unterstützung bei der Orgelsanierung. „Ohne seine Hilfe hätten wir das nicht in einem Jahr geschafft.“ Zu den 120.000 Euro teuren Arbeiten steuerte der Verein 28.000 Euro bei. Damit, so Kanowski, habe das 257 Jahre alte Instrument erfolgreich in die Zukunft überführt werden können. „Jetzt können wir Konzertorganisten einladen, ohne Gefahr, dass sie eine Sehnenscheidenentzündung bekommen“, sagte sie und spielte auf die erreichte Leichtgängigkeit der Tasten an. Neues I-Tüpfelchen ist ein Zimbelstern, der die Klangbreite der Barockorgel noch erweitert.

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