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Eckernförde Schwedeneck bittet Politiker um Hilfe
Lokales Eckernförde Schwedeneck bittet Politiker um Hilfe
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16:15 23.03.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Foto: Bislang reichen die Zäune um das militärische Sperrgebiet nicht bis ans Wasser.
Bislang reichen die Zäune um das militärische Sperrgebiet am Surendorfer Kurstrand nicht bis ans Wasser - das soll sich ändern. Quelle: tilmann Post
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Schwedeneck

Die Bundeswehr hatte vergangene Woche angekündigt, die Absperrungen am Surendorfer Kurstrand trotz der Kritik auszubauen. Begründung: Immer wieder seien Menschen in das Sperrgebiet der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 71 eingedrungen – teils auch während laufender Waffentests.

Verwunderung über die Begründung

Diese Aussage sorgt in Schwedeneck für Verwunderung: „Probleme, welche eine Absperrung mittels eines Zaunes notwendig erscheinen lassen“, seien der Gemeinde entgegen der Darstellung der Bundeswehr „in den letzten Jahren nicht angetragen worden“. Auch zeige der Verweis auf eine 17 Jahre zurückliegende Mitteilung im Amtsblatt, „welchen geringen Stellenwert“ die Bundeswehr der Kommunikation über derartige Probleme bislang beigemessen habe.

Bundeswehr will Zäune nur bei Einsätzen schließen

Zwar sollen die Zäune mit Toren versehen werden, die laut Bundeswehr lediglich bei Übungen oder militärischen Einsätzen verschlossen werden sollen. Doch für Schwedeneck sei es „nicht akzeptabel, in einem Naherholungsgebiet massive Zaunanlagen am Strand aufzustellen“. 

Waffentests und Forschung

Die geplante Absperrung werfe die Frage auf, „welche gesundheitlichen Gefahren künftig von den militärischen Anlagen der WTD71 ausgehen“, heißt es im Schreiben. Nach Angaben der Bundeswehr werden auf dem Gelände „regelmäßig Waffentests, Forschung und Technologieuntersuchungen durchgeführt“.

"Eingriff in die touristische Attraktivität"

Der Zaunbau greife „in ganz erheblichem Ausmaß in die touristische Attraktivität und damit in die Belange der Gemeinde Schwedeneck ein“, schreibt die Gemeindevertretung an Ursula von der Leyen, Johann Wadephul, Wolfgang Kubicki, Sönke Rix, Daniel Günther und Serpil Midyatli.

23.03.2018
Jürgen Griese 23.03.2018
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 22.03.2018