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Eckernförde Ziel: Bezahlbares Wohnen im Ostseebad
Lokales Eckernförde Ziel: Bezahlbares Wohnen im Ostseebad
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07:00 25.01.2019
Von Tilmann Post
In Eckernförde wird viel gebaut, wie hier am Lorenz-von-Stein-Ring. Das trägt aus Sicht der Kommunalpolitiker jedoch nicht dazu bei, die Preissituation zu entspannen. Quelle: Tilmann Post
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Eckernförde

Die Diskussion um die Höhe der Mieten im Ostseebad Eckernförde nimmt merklich Fahrt auf. Bereits im September 2018 hatte der Beirat für Menschen mit Behinderung darauf hingewiesen, wie knapp Wohnungen für den schmalen Geldbeutel sind. Einige Wochen später beauftragte der Bauausschuss die Verwaltung auf Antrag der Linksfraktion zu ermitteln, wo in der Stadt noch sozialer Wohnungsbau möglich ist. Nun ziehen die anderen Fraktionen nach.

Grüne und SPD sowie CDU, SSW und FDP legten jetzt jeweils gemeinsame Anträge vor. Unabhängig voneinander verfolgen sie das gleiche Ziel: die Fortschreibung des Wohnraumversorgungskonzeptes der Stadt Eckernförde von 2006, das 2013 zuletzt aktualisiert wurde. „Eine Fortschreibung ist dringend erforderlich“, schreiben Edgar Meyn und Sören Vollert (beide Grüne) sowie Jürgen Neumann (SPD).

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"Mietpreisniveau im Neubau sehr hoch"

Bereits vor sechs Jahren sei im Konzept festgestellt worden, dass „die Miet- und Kaufpreise im Neubau sehr hoch“ liegen. Es müsse „Ersatz für aus der Mietpreisbindung herausfallende geförderte Wohnungen geschaffen werden, um auch künftig ausreichenden und für untere Einkommen finanzierbaren Wohnraum am Markt anbieten zu können“. Politisch sei mit der Vorgabe eines Mindestanteils von 25 Prozent geförderten Wohnraums in Neubaugebieten im öffentlichen Einflussbereich reagiert worden. Das soll nun auf den Prüfstand.

Als Ziel formulieren auch Katharina Heldt (CDU), Rainer Bosse (SSW) und Bernd Hadewig (FDP): „Bezahlbarer Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten“. Das sei nicht zuletzt deshalb nötig, weil die Bundeswehr in Eckernförde weiter Personal aufstocke und der demografische Wandel zu berücksichtigen sei. Bauausschuss-Vorsitzender Sören Vollert geht davon aus, dass die Fraktionen ihre beiden Schriftstücke zu einem gemeinsamen Antrag zusammenführen. „Alle haben die gleiche Stoßrichtung."

Christoph Rohde 24.01.2019
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 24.01.2019