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Neumünster 1300 ambulante Operationen mehr pro Jahr
Lokales Neumünster 1300 ambulante Operationen mehr pro Jahr
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06:15 07.06.2019
Von Thorsten Geil
An der Anmeldung des Ambulanten Operationszentrums empfangen die Mitarbeiter die Patienten: Chefarzt Prof. Jan Höcker, Pflegeleiter Sven Husfeldt und Bauleiter Matthias von Appen (rechts), die Krankenschwestern (von links) Diane Goetzke, Maike Hammerich und Kristina Fäht. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Wenn man im FEK bei der Planung des Neubaus schon vor Jahren gewusst hätte, dass die kleine Lehmann-Klinik im Sommer 2019 nach 70 Jahren geschlossen wird, hätte man gleich einen Fahrstuhl mehr eingeplant. Nun mussten im ersten und zweiten Stock des Neubaus nachträglich große Löcher in die Außenwände gestemmt werden, um Türen für den neuen Fahrstuhl zu schaffen, der außen am Gebäude angedockt wurde. Damit werden ausschließlich Patienten bewegt, die im AOZ ambulant operiert werden.

Lehmann-Klinik gehört seit 2007 zum FEK

2007 verleibte sich das große FEK die kleine Privatklinik Dr. Lehmann an der Marienstraße ein und führt es seitdem als 100-prozentige Tochter. Mittlerweile ist das alte, verwinkelte Gebäude aber einfach nicht mehr als kleines Krankenhaus zu betreiben. Es wird Ende Juni geschlossen; dann zieht das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) aus der Lehmann-Klinik in einen Neubau am Sachsenring, gleich gegenüber vom FEK. Das MVZ wird auch künftig zur Hälfte vom FEK und von zwei Fachärzten betrieben.

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Operationen sollten nicht abwandern

Die 1300 ambulanten Lehmann-Operationen sollten nicht abwandern, und darum wurde im FEK neu geplant. „In diese Räume im ersten Obergeschoss des Neubaus sollte eigentlich die Radiologie einziehen, aber sie sind ideal für ein AOZ geeignet: Sie liegen exakt unter den Operationssälen“, sagte Matthias von Appen, der Bau-Projektleiter im FEK. Nur der Fahrstuhl fehlte halt.

Nach sieben Monaten ist alles fertig

Die Radiologie wurde in den zweiten Bauabschnitt umgeplant, und bei laufendem Betrieb im Zentral-OP hantierten in der Etage darunter heftig die Handwerker. Der Bau funktionierte gut, nach nur sieben Monaten ist alles fertig. Entstanden sind helle und freundliche Räume von 420 Quadratmetern, auf denen sich das AOZ ausgebreitet hat.

Hier werden die Patienten am Morgen ihrer Operation empfangen und vorbereitet – und nach dem Eingriff weiter betreut, bis sowohl der Operateur als auch der Anästhesist sie nach Hause entlassen. Das passiert in aller Regel innerhalb eines Tages. Eingriffe wie Leisten- und Nabelbrüche, Kniespiegelungen, viele urologische und gynäkologische Operationen oder auch die Entfernung von Krampfadern sind heute nicht mehr mit längeren Aufenthalten in der Klinik verbunden. 

Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster wurde das Ambulante Operationszentrum (AOZ) in Betrieb genommen.
Thorsten Geil 06.06.2019
Thorsten Geil 06.06.2019
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