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Neumünster Hilfe für krebskranke Kinder
Lokales Neumünster Hilfe für krebskranke Kinder
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16:19 02.07.2019
Von Susanne Wittorf
Die ukrainischen Kinder und Jugendlichen haben sich für ein Gruppenfoto auf dem Schulhof der Fröbelschule zusammen gefunden. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Seither verbringen jedes Jahr bis zu 25 ukrainische Kinder vier Wochen in Neumünster. Am Montag startete das diesjährige Reha-Camp. Rund 100 ehrenamtliche Helfer ermöglichen den jungen ukrainischen Krebspatienten den Aufenthalt in Neumünster. Ein eigens hierfür geschaffenes Reha-Camp in der Fröbelschule bietet den jungen Ukrainern zwischen sechs und 15 Jahren einen sorglosen Aufenthalt fernab von Unruhen und korrupten Verhältnissen in ihrer Heimat.

Klassenzimmer zu Schlafräumen

Mit der Umgestaltung der Klassenzimmer zu Schlafräumen für die Kinder, deren Betreuer, für die Dolmetscher und die ukrainische Krankenschwester haben ehrenamtliche Helfer bereits am Freitag begonnen. Als 21 völlig übermüdete Gäste in der Nacht von Montag auf Dienstag nach zwölfstündiger Anreise in der Fröbelschule ankamen, stand alles bereit: Betten waren aufgestellt und frisch bezogen, ein mobiles Krankenzimmer hergerichtet, und auch Eberhardine Seelig hatte einen kleinen Raum für sich eingerichtet. Die Präsidentin des Vereins „Teestube David – unsere Hilfe zum Leben nach Tschernobyl e.V.“ wird, wie in jedem Jahr, für die gesamte Zeit bis zum 29. Juli im Reha-Camp wohnen. „Für die ukrainischen Betreuer ist es wichtig, dass sie zu jeder Zeit einen Ansprechpartner haben, dem sie vertrauen“, sagte die 78-Jährige.

Kostenlose Behandlungen

Und dass man sich auf die Tasdorferin verlassen kann, hat sie in all den Jahren bewiesen. Etwa, wenn sie nächtliche Störenfriede mit beherztem Auftreten in die Flucht schlägt oder wenn es ihr immer wieder gelingt, kostenlose Blutanalysen und Zahnarztbehandlungen für die Kinder zu organisieren.
„Neben der medizinischen Betreuung möchten wir den kleinen Patienten ein Stück Lebensfreude schenken“, sagte Eberhardine Seeling. Am Freitag wird der Flugsport-Club Neumünster zu einem Rundflug über die Stadt laden, am Sonntag ist ein Begrüßungsfest mit dem Generalkonsul der Ukraine und der Schirmherrin des Projektes, Anna-Katharina Schättiger, geplant.

Kontaminierte Nahrung

Sämtliche Patienten, die sich in Neumünster von ihrer Krebserkrankung erholen, kommen aus sozial benachteiligten Familien. „Sie können sich weder die teure, nicht kontaminierte Nahrung, noch ausreichende medizinische Hilfe leisten“, sagte Seelig. In der Ukraine gebe es weder eine Krankenversicherung, noch könnten Ärzte von ihrem Gehalt um die 200 Euro monatlich leben. „Die Folge sind Korruption und eine Abwanderung der Mediziner ins Ausland“, erklärte die engagierte Frau. „Wenn wir ukrainische Mediziner rekrutieren, um dem Ärztemangel in Deutschland zu begegnen, verschärfen wir dort die bedrohliche medizinische Situation. Schon heute müssen Patienten in der Ukraine Wege von bis zu tausend Kilometern zum nächsten Krankenhaus in Kauf nehmen.“

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