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Neumünster Malen gegen die Schmerzen
Lokales Neumünster Malen gegen die Schmerzen
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18:45 22.03.2018
Von Sabine Nitschke
"Die Seejungfrau oder Jede Menge Paradiesvögel" ist ein besonders farbenfrohes Motiv von Karen Thilo-Naß. Quelle: Sabine Nitschke
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Neumünster

Titel wie „Die Sternendeuter“, „Kosmopolitische Sisters“ und „Die Seejungfrau oder Jede Menge Paradiesvögel“ hat die 1961 geborene Neumünsteranerin ihren Werken gegeben. Bereits ab 1984 beschäftigte sich Thilo-Naß mit autodidaktischen Studien; ab 1997 kristallisierten sich die Schwerpunkte Acryl-, Aquarell- und experimentelle Malerei heraus. Sie beteiligte sich an öffentlichen Ausstellungen, auch jurierten wie denen zum Kunstflecken in der Papierfabrik.

2006 brach die Krankheit aus. „Es gab keine spezielle Diagnose, aber viele Entzündungen, eine Autoimmunerkrankung“, sagt Thilo-Naß. Dass sie mittlerweile wieder ein „lebbares Leben“ führen kann, schreibt sie der anthroposophischen Begleitung eines guten Arztes, ihrem eigenen Durchhaltevermögen und eben der Malerei zu. „Ich muss mich von den Schmerzen ablenken, sonst sind sie nicht auszuhalten. Der Schmerz ist dann zwar immer noch da, aber er bekommt ein Gegengewicht und verliert an Wichtigkeit“, sagt Karen Thilo-Naß.

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Anders als die große mexikanische Malerin Frida Kahlo, die den Schmerz zum Sujet werden ließ, drückt Karen Thilo-Naß ihn in ihren Bildern nicht aus. „Meine Bilder sollen positiv sein“, sagt sie. Die Phantasie des Betrachters soll unbelastet auf Entdeckungsreise gehen dürfen.

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