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Neumünster Kettensägen-Kurs im Tierpark
Lokales Neumünster Kettensägen-Kurs im Tierpark
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17:18 17.01.2020
Von Laura Treffenfeld
Tierpflegerin Chandra Thomas macht beim Motorsägen-Kurs mit, damit sie den Elchen im Park täglich frische Äste schneiden kann. Aber auch zu Hause fürs Feuerholz findet sie den Schein nützlich. Quelle: Laura Treffenfeld
Neumünster

Die Motorsäge hat mit ihren 6,5 Kilos ein ordentliches Gewicht. Man bekommt den Verbrennungsmotor wie bei einem Außenborder am Boot in Gang - kräftig ziehen. Und dann wird es laut: 121 Dezibel. Ohne Kopfhörer und Schutzkleidung geht nichts.

Ernst-Walter Tönnies von der Firma C.W. Wiggert, die an diesem Wochenende einen Motorsägen-Kurs im Tierpark organisiert, erklärt, wie man mit einer Schnitttechnik namens Fallkerb den Baum in die Waagerechte bekommt.

Mit dem Fallkerb geht es dem Baum ans Holz

„Erst einmal kann man nicht einfach in den Wald gehen und lossägen. Die Profis schauen minutenlang, wie und wohin der Baum am besten fallen soll.“ Auf privatem Gelände kann übrigens jeder einen Baum fällen, wenn der nicht geschützt ist. Bei allem anderen, sprich, was berufsgenossenschaftlich geregelt ist, muss ein Motorsägen-Schein vorliegen. „Wenn alles abgesperrt und gesichert ist, sägt man in einem 45-Grad-Winkel von schräg oben in den Baum - etwa auf Kniehöhe. Dann sägt man waagerecht einen weiteren Schnitt, sodass ein Stück vom Baum bereits herausgenommen werden kann“, erklärt Tönnies. Zu dieser Seite kippt der Baum später. Mit einem Keil wird der Baum schließlich zu Fall gebracht. „Baum fällt“, rufen die Experten dann zur Warnung. 

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Ob für die Kinder oder die Elche - die Motivationen für den Motorsägen-Kurs sind ganz individuell

Die Kursteilnehmer sehen sich geduldig den Aufbau der Sägen an. Unter ihnen ist auch Sven Christian Stehmeier, der gerade in seiner Ausbildung zum Erzieher steckt. Er nimmt am Kurs teil, weil er gerne eine Weiterbildung zum Natur- und Erlebnispädagogen machen möchte. „Ich würde es gut finden, den Kindern zeigen zu können, wo so ein Brett aus dem Baumarkt eigentlich herkommt oder wie eine Bank gebaut wird. Da kann ich den Schein gut gebrauchen.“

Chandra Thomas hatte vorher noch keine Erfahrungen mit Motorsägen gemacht. Sie arbeitet im Tierpark als Tierpflegerin und nutzt die Gelegenheit der Weiterbildung gerne. „Unsere Elche bekommen jeden Tag frische Äste und es gibt nicht so viele Kollegen, die die auch zurechtschneiden können. Daher mache ich das gerne.“ Respekt vor der lauten Maschine schwingt aber mit. „Ich glaube, für mich wäre eher die Kettensäge mit dem Akku etwas. Da würde ich mir wohl auch eine eigene zulegen.“

Kursleiter Thorben Trojahn sagt, die Akku-Kettensäge ist die Zukunft. Noch sei die Leistung zwar nicht so stark wie bei den Benzinern, aber die Technik werde immer besser. Er zeigt den Kursteilnehmern auch eine Alternative zum klassischen Benzin. „Wenn ich früher den ganzen Tag draußen mit der Säge gearbeitet habe, tat mir abends oft der Kopf weh. Das lag an den Abgasen des Benzins.“

Die Tage des Verbrennungsmotors sind gezählt

Er plädiert daher für ein spezielles Synthetik-Benzin. Das sei nicht so aggressiv, wie herkömmliches Benzin. Und auch über Bio-Öl zum Fetten der Kette müsse man sich Gedanken machen. „Da hat man früher noch drüber gelacht, aber wir arbeiten ja in der Natur und mittlerweile ist Bio-Öl der Standard.

Die Bäume, die zur Abschlussprüfung von jedem einzelnen gefällt werden müssen, stehen größtenteils im Rotwild-Gehege des Tierparks. „Aber da sind keine Tiere mehr drin, es wird also niemand gestört“, stellt Chandra Thomas klar. 

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