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Neumünster Beate von Harten gewinnt in Hannover
Lokales Neumünster Beate von Harten gewinnt in Hannover
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15:23 15.01.2019
Von Sven Detlefsen
Celina (links) und Beate von Harten stellten ihren dreidimensionalen Teppich "Chosrau‘s Spring Reloaded oder: Wenn der Frühling in Wien stattfindet" im vergangenen September im Rahmen des Kunstfleckens in Neumünster aus. Quelle: Sabine Nitschke
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Neumünster

Die Arbeit „Chosrau’s spring reloaded“ stand im Mittelpunkt der Kunstflecken-Schau „Von Ost nach West und wieder zurück“. Beate von Harten, die heute in Wien lebt und arbeitet, hat erste Bande zur Textilbranche als Praktikantin in der Tuchfabrik Julius Bartram in Neumünster, wo sie aufgewachsen ist, geknüpft. Es folgten ein Textildesign-Studium in Hamburg, Innenarchitektur und Modedesign in Stuttgart, berichtete sie unserer Zeitung.

Beate von Harten gibt skizzierte Entwürfe vor, Studenten und Mitarbeiter in ihrem Wiener Atelier dürfen sich mit einbringen. „Ich will keine Roboter, die Wolle und Seide knüpfen. Ich möchte es mit Seele.“ Die Auftragsarbeiten obliegen Tochter Celina, die im Atelier groß geworden ist. Westliche Tapisserie-Technik kombiniert mit östlicher Knüpf-Technik, stellten Mutter und Tochter beim Kunstflecken vor. Ihre Arbeiten sind bereits europaweit ausgestellt worden.

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Über 600 Stunden haben fünf Weberinnen an dem Teppich gearbeitet

Die Juroren, internationale Experten der Design- und Teppichbranche, in Hannover wählten auf der Messe Domotext jetzt den Teppich „Create & Connect“ aus dem Wiener Atelier. Das Designkonzept, Material, Ausführung, Struktur und Qualität sowie Nachhaltigkeit und Markenbildung wurden bewertet. „Whow, what a unique concept“, kommentierte Michael Mandapati als Juryvorsitzender aus New York.

Der doppelseitige Teppich von Beate von Harten sei ein global ersonnenes Konzept. Das Werk besteht aus insgesamt 15 Teilen (drei Stück in 80x80 Zentimetern und zwölf Stück in 40x40 Zentimetern), die individuell mit Schleifen aus umweltfreundlichen Zpagetti T-yarn verbunden oder getrennt werden können. Fünf Weberinnen und fünf Kreative hätten länger als 600 Stunden daran gearbeitet.

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