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Neumünster Fräsen als digitaler Workflow
Lokales Neumünster Fräsen als digitaler Workflow
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17:00 15.05.2019
Von Susanne Wittorf
Hier entsteht ein neues Werkstück, von links: Klaus Rohwer, Andreas Bitzer und Henrik Pünner (alle Walter-Lehmkuhl-Schule) sowie Obermeister Joachim Schlüter (2. v. re.) verfolgen den Fräsvorgang hinter der Schutzscheibe. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Vorbei sind die Zeiten, als angehende Tischler ihre Zeichnungen mit Bleistift und Papier am Zeichenbrett fertigten, sie anschließend per Hand in eine Fertigungszeichnung übertrugen, um dann mit Augenmaß und Schieblehre die Einstellungen an den bearbeitenden Maschinen vorzunehmen.

Um den Auszubildenden im Tischler-Handwerk weiterhin eine zukunftssichere Ausbildung zu ermöglichen, investierten die Schule und die Stadt über 230.000 Euro in die Anschaffung einer 5-Achs-CNC-Fräsmaschine, inklusive umfangreicher Planungs-, Infrastruktur- und Baumaßnahmen sowie für die Fortbildung und Schulung der Lehrkräfte. Am Dienstagabend wurde das neue CNC-Bearbeitungszentrum, so der offizielle Name, im Rahmen der Frühjahrs-Innungsversammlung der Tischler-Innung Neumünster in der Walther-Lehmkuhl-Schule vorgestellt.

Optimal auf die Digitalisierung vorbereiten

„Mit der 5-Achs-CNC-Fräsmaschine unterstreichen wir unseren Anspruch, die Berufsschüler optimal auf die Digitalisierung der „Industrie 4.0“ vorzubereiten“, sagte Schulleiter Andreas Bitzer und dankte der Stadt für die Bereitstellung der Gelder und den Betrieben für hilfreiche Impulse. Denn auch hier gehört die computerunterstützte Technik bereits zum Arbeitsalltag. „Darauf muss Schule reagieren“, sagte Klaus Rohwer. „Kompetenzen verlagern sich“, so die Einschätzung des Berufsschullehrers. „Manuelle Fähigkeiten werden durch neuen Techniken ersetzt“, erklärte er anhand von dreidimensionalen Zeichnungen, die seine Schüler am Computer gefertigt hatten.

„Da wir die neue Fräsmaschine direkt aus dem Computerlabor ansteuern, erreichen wir einen digitalen Workflow“, erklärte Rohwer. Was Präzision und Schnelligkeit angehe, sei das CNC-Bearbeitungszentrum den menschlichen Fähigkeiten weit überlegen. „Es geht uns hier nicht um das Abfeiern neuer Technologien“, betonte der Lehrer. Vielmehr müsse man sich den heutigen Anforderungen stellen. „Und den Schülern macht das Arbeiten am Computer großen Spaß“. Motivationsprobleme gebe es seit der Anschaffung der Maschine Anfang des Jahres überhaupt nicht mehr. „Was die Auszubildenden hier lernen, können sie eins zu eins in ihren Betrieben umsetzen“, erklärte er.

Produktion nach neuesten Standards

Rund 25 Tischlereien aus Neumünster und Umgebung profitieren von der schulischen Ausbildung ihrer Lehrlinge an der Walther-Lehmkuhl-Schule. „Hier lernen sie die Grundprinzipien digitaler Zeichnung und Produktion nach neuesten Standards“, sagte Schulleiter Bitzer. Auch deshalb habe sich die Schule für die Anschaffung einer modernen CNC-Fräse stark gemacht. „Das Bearbeitungszentrum ist so konzipiert, dass es jederzeit nachgerüstet werden kann“, ergänzte Fachlehrer Henrik Pünner. „Diese Fräsmaschine wird auch in 10 Jahren noch aktuell sein“, prognostizierte er.

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