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Neumünster Bildungscampus in Ex-Kaserne?
Lokales Neumünster Bildungscampus in Ex-Kaserne?
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07:00 24.05.2019
Von Thorsten Geil
In der ehemaligen Hindenburg-Kaserne an der Färberstraße ist viel Platz. Hier war zuletzt auch das Willkommenszentrum für Flüchtlinge geplant, aber der Plan hat sich erledigt. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Das sieht ein Antrag der Stadtverwaltung für die Beratung in der Ratsversammlung am 18. Juni vor. Darin schlägt die Verwaltung vor, dem Land zur Etablierung eines Pflegestudiengangs verbindlich anzubieten, eine W2-Professur für fünf Jahre für insgesamt bis zu 585.000 Euro zu finanzieren. Die für den Betrieb benötigten Räume sollen in der ehemaligen Helene-Lange-Schule (Hela) bereitgestellt werden.

SPD: Hela ist nicht geeignet

Die SPD-Rathausfraktion begrüßt die Pläne grundsätzlich, kann sich aber nach den Worten ihres schulpolitischen Sprechers Bernd Delfs nicht mit dem Standort Hela anfreunden. „Die wurde gerade für die Unterbringung städtischer Dienststellen hergerichtet. Unabhängig von den erheblichen finanziellen Mitteln gibt es keinen Vorschlag für einen erneuten Umzug dieser Dienststellen“, teilte Delfs mit. Die Verwaltung sei also auf diese Räume angewiesen.

Die Sozialdemokraten finden es erforderlich, sich auch auf die Anbindung weiterer Lehrbereiche vorzubereiten, zum Beispiel Logistik. „Dafür scheint der Unterkunftsbereich der ehemaligen Hindenburg-Kaserne geeignet“, sagt Bernd Delfs. Er kennt den Komplex gut, denn er hat dort als Berufssoldat lange gedient.

In der alten Kaserne ist genug Platz

Die alte Kaserne an der Färberstraße bietet seiner Einschätzung nach auch Platz für die Entwicklung eines Bildungscampus’. Dort könnten neben den Räumen für die Hochschule auch Unterkünfte für die Unterbringung von Studenten und Schülern – eventuell als Außenstelle des Kiek in - ebenso entstehen wie Bildungsangebote externer Einrichtungen. Die SPD will darum in den Beratungen der politischen Gremien darauf drängen, die Planung zu ändern.

Kampf seit Jahrzehnten

Neumünster kämpft seit Jahrzehnten darum, Hochschulstandort zu werden. Immer wieder gibt es neue Aktionen von verschiedenen Trägern und Vereinen. Zuletzt hatte sich auch ein Förderverein dafür gegründet, in dem sich viele bekannte Neumünsteraner engagieren.

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