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Neumünster Blutspenden nötig auch an Ostern
Lokales Neumünster Blutspenden nötig auch an Ostern
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16:37 21.04.2019
Von Susanne Wittorf
Im Dienste der Allgemeinheit: Beim vierstündigen Blutspendetermin am Sonnabend waren die Liegen durchgängig besetzt. Quelle: Susanne Wittorf
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Neumünster

Arne Tensfeldt machte sich keine Gedanken über den Termin. Als routinierter Spender kennt sich der 48-jährige Neumünster aus. „Die Blutplättchen müssen innerhalb von vier Tagen nach der Spende übertragen werden“, sagte Tensfeldt. Damit die Versorgung gewährleistet sei, würden Termine direkt vor die Feiertage gelegt, so seine Erfahrung. Tensfeldt spendet seit 30 Jahren Blut.

Krebspatienten sind auf Blutspenden angewiesen

Mindestens einmal in seinem Leben ist fast jeder Bundesbürger auf das Blut anderer Menschen angewiesen. Und das nicht etwa, weil er Opfer eines Unfalls wurde. Statistisch wird das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Gefolgt von Herzerkrankungen sowie Magen- und Darmkrankheiten. Verletzungen durch Sport-, Freizeit und Verkehrsunfällen stehen in der Statistik erst an vierter Stelle. In Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden gebraucht.

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500 Konserven werden täglich in Schleswig-Holstein gebraucht

500 Konserven à 500 Milliliter stellen die tägliche Versorgung in Schleswig-Holstein sicher. Diese Zahlen haben Murat Koca überzeugt. Als einer von 59 Spendern gab er am Sonnabend sein Blut ab. Für den 47-jährigen Neumünsteraner war es das erste Mal. Ein Fragebogen erfasste seinen aktuellen Gesundheitszustand, Mediziner Sven Sauerländer untersuchte ihn eingängig, anschließend ging es ins Nebenzimmer zur Blutentnahme.

Mit einem guten Gefühl nach Hause

Gerade einmal fünf Minuten dauerte es, bis 500 Milliliter Vollblut entnommen waren. „Ich habe mich sehr gut informiert und aufgehoben gefühlt“, sagte Murat Koca, als er bereits 45 Minuten nach seinem Eintreffen einen von ehrenamtlichen Helfern zubereiteten Imbiss zu sich nahm, um anschließend mit dem „guten Gefühl anderen Menschen geholfen zu haben“, nach Hause zu gehen.

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